Varianz

 

  1. Was ist Vari­anz?
  2. Vari­anz in der Lin­gu­is­tik
  3. Uni­que Con­tent durch Vari­anz in Online-Tex­ten

 

 

Was ist Varianz?

 

Vari­anz ist in der Lin­gu­is­tik die Mög­lich­keit, etwas auf unter­schied­li­che Wei­se zu sagen. Die Opti­on von Spra­che, etwas auf unter­schied­li­che Wei­se aus­zu­drü­cken, nennt die Lin­gu­is­tik Vari­anz. Wenn etwas auf unter­schied­li­che Art gesagt wer­den kann, dann han­delt es sich um lin­gu­is­ti­sche Vari­anz.

Fast jeder, der schon ein­mal ein wis­sen­schaft­li­ches Paper oder eine Haus­ar­beit schrei­ben durf­te, kennt wahr­schein­lich Syn­onym-Such­ma­schi­nen. Die­se Such­ma­schi­nen sind eine prak­ti­sche Hil­fe, wenn Bezeich­nungs­al­ter­na­ti­ven gesucht wer­den und ein Sach­ver­halt mit ande­rer For­mu­lie­rung bei mög­lichst weni­gen inhalt­li­chen Ände­run­gen aus­ge­drückt wer­den soll. Mög­lich ist dies nur dadurch, da unse­re Spra­che die Fähig­keit zur Varia­ti­on hat.

 

Varianz in der Linguistik

 

Die Lin­gu­is­tik defi­niert Vari­anz als alter­na­ti­ve Aus­drucks­mög­lich­kei­ten inner­halb ein und der­sel­ben Ein­zel­spra­che. Tat­säch­lich ist die Vari­anz ein sprach­li­ches Phä­no­men mit ver­schie­den­ar­ti­gen Aus­prä­gun­gen. Je nach wis­sen­schaft­li­chem Teil­ge­biet der Lin­gu­is­tik wird der Fokus der Unter­su­chung auch auf unter­schied­li­che Aspek­te gelegt. Dem­entspre­chend haben die ein­zel­nen Dis­zi­pli­nen auch ihre eige­nen Defi­ni­tio­nen für Vari­anz.

Vari­anz fin­det sich zum Bei­spiel in der Aus­spra­che. Bis zu einem gewis­sen Grad kön­nen Wor­te auf unter­schied­li­che Art aus­ge­spro­chen und auch betont wer­den, die Spre­cher und Spre­che­rin­nen ver­ste­hen sich trotz­dem gegen­sei­tig. Ein Bei­spiel hier­für ist das regio­nal unter­schied­lich aus­ge­spro­che­ne ‘r’. Es kann im Rachen gebil­det oder auf der Zun­ge gerollt wer­den. Lin­gu­is­ti­sche Unter­su­chun­gen sol­cher Art sind Gegen­stand des pro­so­disch-pho­no­lo­gi­schen Wis­sen­schafts­zwei­ges.

Auch die Wor­te sowie die Satz­struk­tu­ren an sich kön­nen Vari­anz auf­wei­sen. So ist es bei­spiels­wei­se mög­lich, den Geni­tiv auf unter­schied­li­che Wei­se zu rea­li­sie­ren (Peters Freund – der Freund von Peter – dem Peter sein Freund). Hier­mit beschäf­ti­gen sich die Mor­pho­lo­gie und Syn­tax. Außer­dem gibt es wie ein­gangs schon ange­spro­chen auch in der Lexik Varia­blen, die sich in dem Reper­toire an Wör­tern, die etwas bezeich­nen kön­nen, zei­gen (Bei­spiel: Schnup­fen – Rhi­ni­tis; Metz­ger – Flei­scher – Schlach­ter). Lin­gu­is­ti­sche Vari­anz ist also etwas, dass sich durch alle gram­ma­ti­ka­li­schen Ebe­nen zieht.

 

Unique Content durch Varianz in Online-Texten

 

Im Online Mar­ke­ting spielt Vari­anz eine tra­gen­de Rol­le, wenn es dar­um geht, uni­que con­tent zu pro­du­zie­ren. In ers­ter Linie ist es für Unter­neh­men oder auch wis­sens­ba­sier­te Inter­net­por­ta­le rele­vant, Tex­te zur Ver­fü­gung zu stel­len, die einen Mehr­wert für die Leser und Lese­rin­nen gene­rie­ren. Tex­te sol­len span­nend und qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig sein, sie sol­len Inhal­te inter­es­sant ver­mit­teln und eine gewis­sen Ein­zig­ar­tig­keit besit­zen.

Posi­ti­ver Neben­ef­fekt bei For­mu­lie­run­gen, die nicht ein­fach aus dem Inter­net her­aus­ko­piert und “zusam­men­ge­klöp­pelt” wur­den, ist, dass die­se auch in einem SEO-Ran­king posi­tiv bewer­tet wird. Dem­nach wird es für Unter­neh­men immer wich­ti­ger Online-Tex­te zu haben, die eine hohe Vari­anz auf­wei­sen, Syn­ony­me sinn­voll ver­wen­den und die gram­ma­ti­ka­li­sche Band­brei­te aus­nut­zen. Das The­ma Vari­anz hängt also ent­schei­dend mit der Qua­li­tät von Tex­ten zusam­men.

 

Quel­len:

  • Glück, Hel­mut: «Metz­ler Lexi­kon Spra­che. Zwei­te, über­ar­bei­te­te und erwei­ter­te Auf­la­ge». Stuttgart/Weimar, 2000. S. 770.
  • Mei­bau­er, Jörg (Hrsg.)/ Dems­ke, Ulrike/ Geil­fuß-Wolf­gang, Jochen / Pafel, Jürgen/ Ramers, Karl Heinz/ Roth­wei­ler, Monika/ Stein­bach, Mar­kus: Ein­füh­rung in die ger­ma­nis­ti­sche Lin­gu­is­tik. Zwei­te aktua­li­sier­te Auf­la­ge. Stuttgart/Weimar, 2007, S. 3, S. 83f., S. 335ff., S. 357.
  • Stein­bach, Mar­kus / Albert, Ruth / Girnth, Hei­ko / Hohen­ber­ger, Annet­te / Küm­mer­ling-Mei­bau­er, Bet­ti­na / Mei­bau­er, Jörg / Roth­wei­ler, Moni­ka / Schwarz-Frie­sel, Moni­ka: Varia­ti­ons­lin­gu­is­tik. Schnitt­stel­len der ger­ma­nis­ti­schen Lin­gu­is­tik. Stutt­gart, 2007, pp 188f
  • http://fak1-alt.kgw.tu-berlin.de/call/linguistiktutorien/einfuehrung/index.html