1. Verfahren und Einsatzgebiete
  2. Text-Spinning-Software
  3. Nachteile von Text-Spinning
  4. Alternativen

 

 

Verfahren und Einsatzgebiete

 

Das sogenannte Article Spinning (oder auch Text Spinning genannt) wird vor allem in den Bereichen Produktbeschreibung, Artikel-Marketing, OnPage-Optimierung oder bei der Erstellung von Themenseiten (Landingpages) angewendet. Bei diesem Prinzip werden inhaltlich identische Texte, die sich nur durch den Wortlaut unterscheiden, produziert. Auf diese Weise soll die Sichtbarkeit von eigenem Content im Netz gesteigert und damit ein höheres Google-Ranking erreicht werden. Diese Variierung von Texten kann durch einen Menschen oder maschinell durch eine Software erzeugt werden.

 

Text-Spinning-Software

 

Die Spinning-Software, welche hier zum Einsatz kommt, ist auf automatische Synonymfindung spezialisiert. Anhand einer Textvorlage werden in kurzer Zeit neue Textvarianten produziert, in dem für jedes Wort oder einzelne Satzteile Synonyme erstellt werden. Dabei wird auf umfangreiche Datenbanken (zum Beispiel Article Spinning Wizard) zurückgegriffen. Die so entstandenen Texte werden im Anschluss auf ihre Einzigartigkeit hin überprüft.

 

Nachteile von Text-Spinning

 

Dieses Verfahren gilt aber mittlerweile als überholt, da es zahlreiche Nachteile aufweist. Allem voran gibt es inhaltliche Probleme beim Verständnis. Denn nicht jedes ausgewählte Synonym passt auch in den Kontext. So kann ein unpassendes Wort den gesamten Inhalt verfälschen. Auch bei mehrdeutigen Begriffen wie Schloss, Ball oder Tau kommt es häufig zu Fehlinterpretationen seitens des Systems.

Daneben kann es auch rechtliche Probleme geben, wenn der Urspungstext nicht aus der eigenen Feder stammen sollte. Denn Textspinning gilt in vielen Ländern als Urheberrechtsverletzung: Es wird zwar nicht der originale Wortlaut verwendet, aber dieselben Ideen und Schlussfolgerungen übernommen.

Dabei ist auch der angestrebte Nutzen für eine verbesserte Google-Sichtbarkeit mehr als fraglich. Denn die Google-Algorithmen beziehen bei ihrer Prüfung auf Inhaltsdopplungen (Duplicate Content) auch linguistische Faktoren mit ein –und hierbei ganz besonders die semantischen Bestandteile. Daher gilt Spinning bei der Optimierung von Webseiten mittlerweile als überholt, da gespinnter Content für Google einfach erkennbar ist und entsprechend beim Google-Ranking abgestraft wird.

 

Alternativen

 

Eine wesentlich effektivere Methode ist in diesem Bereich die NLG: „Natural Language Generation“. Denn hierbei entstehen Textvarianten, die sich nicht nur im Wortlaut, sondern auch vom Satzbau und Stil komplett unterscheiden können und auf diese Weise nicht nur für Google, sondern auch für Nutzer und Leser einen echten Mehrwert produzieren.

 

 

Quellen, Verweise & PDF:

 

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