1. Was ist Business Intelligence?
  2. Business Intelligence und Natural Language Processing
  3. Erklären, orientieren und aktivieren mit Natural Language Generation

 

 

Was ist Business Intelligence?

 

Business Intelligence für die DatenanalyseBusiness Intelligence (BI) bezeichnet die Strategien und Technologien, die von Unternehmen zur Datenanalyse von Geschäftsinformationen eingesetzt werden. BI-Tools bieten historische, aktuelle und prognostische Perspektiven auf den Geschäftsbetrieb – mit dem Ziel, unternehmerische Entscheidungen datenbasiert zu treffen.

Quellen für die Geschäftsanalytik können strukturierte Daten aus internen Reportings, einer Warenwirtschaft, CRM- bzw. ERP-Anwendungen und anderen Systemen sein. Aber auch externe Quellen wie Drittanbieter oder Webtracking-Services liefern wichtigen Input. Schwieriger in die Business Intelligence einzubeziehen sind die unstrukturierten Daten, die in E-Mails, Präsentationen, Memos und anderen Inhalten des Unternehmens generiert werden.

Konkret lassen sich mithilfe von Business Intelligence Fragen beantworten wie: Welche Produkte bzw. Services liefern für welche Marketingkampagnen den besten ROI? Sind in definierten Vertriebsregionen in bestimmten Zeiträumen besonders hohe Retourenquoten zu verzeichnen? Wo liegen aufgrund guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen Potentiale für eine Expansion?

Business Intelligence und Natural Language Processing

 

Mit Big Data steigt die Herausforderung, aus dem Wust an Zahlen aussagekräftige Informationen zu filtern, verständlich aufzubereiten und zielführend zu interpretieren. Die Hauptaufgabe einer Reihe von Tools aus dem Bereich Business Intelligence liegt daher in der Aggregierung und Visualisierung unternehmensrelevanter Daten. Business Analysten nutzen solche Anwendungen, um den strategischen Zielen des Unternehmens entsprechend Daten zu finden, zu untersuchen und darzustellen.

Für die richtige Bedienung solcher Tools und das Verständnis der gewonnenen Informationen sind in der Regel fundierte analytische Fähigkeiten die Voraussetzung. Es bedarf selbst auf der Ebene der Geschäftsführung gelegentlich Erläuterungen zur zielführenden Einordnung von komplexen Tabellen und Charts.

Wo Unternehmen heute unter Druck stehen, dass Mitarbeiter aller Abteilungen transparent Einblicke in Entwicklungen erhalten und abgesicherte Entscheidungen für ihren Bereich treffen, wird so viel Potential verschenkt.

Natural Language Processing (NLP) kann einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Business Intelligence leisten. Einfach erklärt beschreibt Natural Language Processing Techniken und Methoden zur computergestützten Verarbeitung natürlicher Sprache, um die direkte Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zu erleichtern. NLP ist ein Teil des großen Feldes Künstliche Intelligenz und teilt sich in die Bereiche Natural Language Understanding und Natural Language Generation.

Erklären, orientieren und aktivieren mit Natural Language Generation

 

Die Verknüpfung von Business Intelligence und Natural Language Processing hat zwei sinnvolle Dimensionen. Zum einen kann mithilfe von Natural Language Understanding (NLU) unstrukturierter Inhalt eines Unternehmens in strukturierte Daten überführt werden. NLU-Anwendungen “verstehen” relevante Informationen aus einem Bestand an Dokumenten, filtern Rohdaten aus und machen sie somit für die weitere Verarbeitung in BI-Analyse-Tools zugänglich.

Auf einer anderen Ebene von Business Intelligence erstellt Natural Language Generation aus Daten deskriptive und interpretierende Berichte. Zeigen etwa Daten den Anstieg eines Wertes, ergänzt automatische Textgenerierung ein entsprechendes Diagramm um einen beschreibenden Text.

Über die Erklärung hinaus ist Natural Language Generation in der Lage, weitere Aspekte eines Textes zu bedienen.

Bloße Beschreibung von Daten lässt einen Anwender in vielen Fällen an einem Punkt stehen. Interessanter ist die Einordnung eines Phänomens. Beispiel: Ist eine rote Zahl in einem Segment ein ernstzunehmender Vorfall oder möglicherweise nur Teil eines wiederkehrenden Problems? Solche Zusammenhänge lassen sich durch das Zusammenspiel von Business Intelligence und Natural Language Generation textlich aufzeigen.

Business Intelligence ist kein Selbstzweck. Vielmehr geht es bei der Analyse um konkrete Schlußfolgerungen für das eigene Aufgabenfeld. Natural Language Generation hat das Potential Anwender über Sprache zu aktivieren. Ergeben sich aus den Zahlen praktische Anweisungen, kann automatische Textgenerierung diese für den Anwender formulieren.

Der große Vorteil von Natural Language Processing in der Business Intelligence wird hier deutlich: Nutzer müssen keine ausgewiesenen Business Analysten sein, um Zusammenhänge zu erkennen und Schlußfolgerungen zu ziehen. Unabhängig von Abteilung, Managementebene, Vorwissen oder geografischer Verortung werden Daten und die entsprechenden Interpretationen so für jeden zugänglich – Natural Language Processing demokratisiert die Business Intelligence.