Story Plot

 

  1. Was ist ein Sto­ryp­lot?
  2. Sto­ry Plot in Natu­ral Lan­guage Gene­ra­ti­on

 

 

Was ist ein Storyplot?

Der Sto­ry Plot oder die Erzähl­struk­tur bil­det in klas­si­schen Roma­nen oder Dreh­bü­chern den Kern der Geschich­te. Auf die­ser Basis wer­den Ide­en und Figu­ren zu einer kom­ple­xen Hand­lung zusam­men­ge­fügt. Er folgt meist einer sehr gro­ben Struk­tur in Form von Anfang, Mit­tel­teil und Schluss. Meist han­delt er von einer Haupt­fi­gur, die durch eine star­ke Moti­va­ti­on (der dra­ma­ti­schen Fra­ge) ange­trie­ben wird. Um ihr Ziel zu errei­chen, muss die Figur eini­ge Hin­der­nis­se über­win­den, die ihr von ihrem Gegen­spie­ler (Ant­ago­nis­ten) in den Weg gelegt wer­den. So gibt es zahl­rei­che Tech­ni­ken und Stra­te­gi­en, den Sto­ry Plot zu ent­wi­ckeln und neu zu ent­fal­ten.

Story Plot in Natural Language Generation

 

Im Fall von Natu­ral Lan­guage Gene­ra­ti­on bil­det der Sto­ryp­lot eben­falls die Struk­tur des Tex­tes, aber viel detail­lier­ter als das bei her­kömm­li­chen Tex­ten der Fall ist. Und sei­ner Natur gemäß ist der Sto­ry Plot im Bereich der auto­ma­ti­sier­ten Tex­te auch eine weni­ger poe­ti­sche Ange­le­gen­heit – dafür tech­nisch umso kom­ple­xer. Hier wer­den Daten in Form von Orten, Namen, Ran­kings, Sta­tis­ti­ken oder Bei­trä­gen ver­ar­bei­tet, die zuvor als rele­vant fest­ge­legt wur­den. Das bedeu­tet, sie wer­den orga­ni­siert, geord­net und an bestimm­te Bedin­gun­gen geknüpft, die dem Text mehr Kom­ple­xi­tät ver­lei­hen.

Im Gegen­satz zu dem, was man­che durch unrea­lis­ti­sche Vor­stel­lun­gen über Künst­li­che Intel­li­genz mög­li­cher­wei­se erwar­ten, wird der Sto­ry Plot nicht von einem Algo­rith­mus gebil­det. Ein Lin­gu­ist erar­bei­tet ihn. Dazu legt er im Vor­feld die Abfol­ge der ein­zel­nen Daten-Infor­ma­tio­nen in Form von Prio­ri­sie­run­gen fest und nimmt eine ers­te For­ma­tie­rung vor, in dem er an rele­van­ten Stel­len Absät­ze defi­niert.

Die­ser “Dra­ma­tur­gie” folgt dann auch der auto­ma­tisch erzeug­te Text. Anhand der Struk­tur kön­nen vie­le unter­schied­li­che Text­va­ri­an­ten erzeugt wer­den, die bei glei­cher Aus­sa­ge immer neue Aus­drucks­wei­sen beinhal­ten. Das kann zum Bei­spiel bei SEO-rele­van­ten Pro­dukt­be­schrei­bun­gen von gro­ßer Bedeu­tung sein. Ist die Struk­tur erst mal defi­niert, sind die Varia­ti­ons­mög­lich­kei­ten unglaub­lich viel­fäl­tig.

 

Quel­len: