Content Automation

 

  1. Was ist Con­tent Auto­ma­ti­on?
  2. In die­sen Berei­chen kommt Con­tent Auto­ma­ti­on zur Anwen­dung
  3. Wie funk­tio­niert Con­tent Auto­ma­ti­on?

 

Was ist Content Automation?

 

Der Begriff Con­tent Auto­ma­ti­on hat vie­le Facet­ten. Grund­sätz­lich sub­su­miert Con­tent Auto­ma­ti­on alle Pro­zes­se rund um die auto­ma­ti­sier­te Erstel­lung, Orga­ni­sa­ti­on und Dis­tri­bu­ti­on von Inhal­ten. In der Pra­xis fal­len dar­un­ter eine Rei­he von teil­wei­se recht unter­schied­li­chen Anwen­dun­gen.

Con­tent Auto­ma­ti­on kann einer­seits das unter­neh­mens­in­ter­ne Manage­ment einer ste­tig wach­sen­den Men­ge an Inhal­ten mei­nen, bei­spiels­wei­se die Klas­si­fi­ka­ti­on von ein­ge­hen­den E-Mails. Auto­ma­ti­sie­rung von Inhal­ten ist ande­rer­seits auch die Ana­ly­se und Klas­si­fi­ka­ti­on von Tex­ten, etwa um Web­site-Inhal­te für Nut­zer ziel­ge­rich­tet zu kura­tie­ren.

Im deutsch­spra­chi­gen Raum asso­zi­ie­ren vie­le Exper­ten mit Con­tent Auto­ma­ti­on die auto­ma­ti­sier­te Erstel­lung von redak­tio­nel­len Inhal­ten. Syn­ony­me und ver­wand­te Bezeich­nun­gen für die­se Aus­prä­gung von Con­tent Auto­ma­ti­on sind etwa auto­ma­ti­sche Text­ge­ne­rie­rung, auto­ma­ti­sche Tex­ter­stel­lung, Robo­ter­jour­na­lis­mus oder Natu­ral Lan­guage Gene­ra­ti­on.

 

In diesen Bereichen kommt Content Automation zur Anwendung

 

Zuneh­mend Ver­brei­tung erfährt eine spe­zi­el­le Aus­prä­gung von Con­tent Auto­ma­ti­on in der Medi­en­bran­che. Robo­ter­jour­na­lis­mus ent­las­tet die Redak­tio­nen reich­wei­ten­star­ker Nach­rich­ten-Web­sites von unat­trak­ti­ver Rou­ti­ne-Bericht­erstat­tung und schafft Zeit und Raum für krea­ti­ve, jour­na­lis­ti­sche Kern­auf­ga­ben. Nischen­an­bie­ter wie regio­na­le New­s­por­ta­le erwei­tern durch auto­ma­ti­sier­te Tex­te das The­men­spek­trum — das ermög­licht im Wett­be­werb der Inhal­te die Anspra­che zusätz­li­cher Ziel­grup­pen.

  • In der Sport­be­richt­erstat­tung kön­nen Algo­rith­men aus Daten­punk­ten wie Ergeb­nis, Zuschau­er­zahl und spiel­ent­schei­den­den Akteu­ren einen ein­gän­gig les­ba­ren Text for­men. Neben Spiel­be­rich­ten wer­den Vor­be­rich­te zu Ereig­nis­sen oder Sport­ler­por­träts gene­riert.
  • Wet­ter­da­ten lie­fern die Grund­la­ge für auto­ma­tisch erstell­te Wet­ter­be­rich­te. So wird es mög­lich, lokal bezo­ge­ne Pro­gno­sen ohne mensch­li­ches Zutun text­lich auf­zu­be­rei­ten.
  • Aus Zah­len und Infor­ma­tio­nen zum Ver­kehrs­ge­sche­hen wer­den für mensch­li­che Nut­zer leicht kon­su­mier­ba­re Ver­kehrs­in­for­ma­tio­nen in Text­form. In der Pra­xis erschei­nen sol­che Ver­kehrs­news im Inter­net oder die­nen als Vor­la­ge für Spre­cher­tex­te im Radio.
  • Auto­ma­tisch gene­rier­te Bör­sen­news und Per­for­mance-Reports basie­ren auf aktu­el­len bzw. his­to­ri­schen wirt­schaft­li­chen Kenn­zah­len. Medi­en­häu­ser stei­gern auf die­se Wei­se nicht nur die Reich­wei­te, son­dern nut­zen Con­tent Auto­ma­ti­on auch, um effi­zi­ent per­so­na­li­sier­te Inhal­te zu schaf­fen.

Auch jen­seits von Online-Medi­en ist auto­ma­ti­sche Text­ge­ne­rie­rung in vie­len Berei­chen bereits fes­ter Bestand­teil von Con­tent­stra­te­gi­en.

  • Im E-Com­mer­ce set­zen Online-Händ­ler auf auto­ma­ti­siert erstell­te Pro­dukt­be­schrei­bun­gen, um effi­zi­ent gro­ße Men­gen an Tex­ten für unter­schied­li­che Kanä­le zu erstel­len bzw. sai­so­na­le Kam­pa­gnen fle­xi­bel umzu­set­zen.
  • Die Tou­ris­mus-Bran­che setzt gene­rier­te Tex­te zur ska­lier­ba­ren Beschrei­bung von Hotels, Feri­en­woh­nun­gen und ande­ren tou­ris­ti­schen Ange­bo­ten ein. Im inter­na­tio­na­len Rah­men spielt auto­ma­ti­sche Text­ge­ne­rie­rung mit dem Aspekt der ska­lier­ba­ren Mehr­spra­chig­keit eine gro­ße Stär­ke von Con­tent Auto­ma­ti­on aus.
  • In der Busi­ness Intel­li­gence ver­tex­tet Con­tent Auto­ma­ti­on rele­van­te Unter­neh­mens­in­for­ma­tio­nen und erwei­tert so den Kreis derer, die Ana­ly­sen ver­ste­hen und damit wert­vol­len Input zur Wei­ter­ent­wick­lung einer Fir­ma geben kön­nen.

 

Wie funktioniert Content Automation?

 

Con­tent Auto­ma­ti­on im Sin­ne auto­ma­ti­scher Tex­ter­stel­lung ist nur dort mög­lich, wo Daten die Grund­la­ge der Inhal­te sind. In sämt­li­chen oben beschrie­be­nen Anwen­dungs­fäl­len ver­ar­bei­tet eine auf Künst­li­che Intel­li­genz gestütz­te Soft­ware struk­tu­rier­te Daten mit­hil­fe von Text­vor­la­gen und Bedin­gun­gen zu einem natür­lich­sprach­li­chen Bei­trag. Je umfang­rei­cher und bes­ser struk­tu­riert die Daten und je kom­ple­xer die vor­for­mu­lier­ten Bedin­gun­gen, des­to the­ma­tisch tie­fer und vari­an­ten­rei­cher kön­nen Tex­te sein.

Unter Con­tent Auto­ma­ti­on fal­len auch Lösun­gen, die mit­tels Natu­ral Lan­guage Under­stan­ding Inhal­te aus einem gro­ßen Bestand digi­ta­ler Datei­en ver­ste­hen, um die­se in fol­gen­den Schrit­ten auto­ma­ti­siert neu ord­nen zu kön­nen. Ein prak­ti­sches Bei­spiel wäre etwa die Bün­de­lung von News­bei­trä­gen eines Nach­rich­ten­por­tals zu rele­van­ten The­men­sei­ten. Dabei wer­den zunächst sämt­li­che Inhal­te seman­tisch ange­rei­chert.

Zusätz­lich ana­ly­sie­ren voll­au­to­ma­ti­sier­te Sys­te­me die Nach­fra­ge im Inter­net und erken­nen früh­zei­tig rele­van­te The­men. Durch ein Matching der seman­tisch ange­rei­cher­ten Inhal­te mit der ana­ly­sier­ten Nach­fra­ge im Netz wer­den such­ma­schi­nen­op­ti­mier­te The­men­sei­ten aus­ge­spielt. Con­tent Auto­ma­ti­on trägt so zu einem indi­vi­dua­li­sier­ten Nut­zer­er­leb­nis bei — ganz ohne zusätz­li­che redak­tio­nel­le Res­sour­cen zu bean­spru­chen.