Computerlinguistik

 

  1. Was ist Com­pu­ter­lin­gu­is­tik?
  2. Com­pu­ter­lin­gu­is­tik: Inter­dis­zi­pli­nä­res Feld mit vie­len Anwen­dungs­be­rei­chen
  3. Stu­di­um und Jobs im Bereich Com­pu­ter­lin­gu­is­tik

 

 

Was ist Computerlinguistik?

 

Ein­fach aus­ge­drückt, ist die Com­pu­ter­lin­gu­is­tik die wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chung der Spra­che aus einer rech­ner­ge­stütz­ten Per­spek­ti­ve. Com­pu­ter­lin­gu­is­ten sind dar­an inter­es­siert, Com­pu­ter­mo­del­le für ver­schie­de­ne Arten von lin­gu­is­ti­schen Phä­no­me­nen bereit­zu­stel­len.”

Ergän­zun­gen die­ser Defi­ni­ti­on der Asso­cia­ti­on for Com­pu­ta­tio­nal Lin­gu­is­tics stel­len zusätz­lich her­aus, dass sich Com­pu­ter­lin­gu­is­tik mit den mathe­ma­ti­schen Eigen­schaf­ten von natür­li­chen und künst­li­chen Spra­chen befasst. Im Mit­tel­punkt steht die Erfor­schung ver­schie­de­ner For­ma­lis­men, sprach­li­che Sach­ver­hal­te in einer für den Com­pu­ter ver­ständ­li­chen Form zu reprä­sen­tie­ren.

Die genann­ten Aspek­te las­sen auch für Lai­en die vie­len prak­ti­schen Anwen­dun­gen des Fel­des im digi­ta­len All­tag bereits erah­nen.

 

Computerlinguistik: Interdisziplinäres Feld mit vielen Anwendungsbereichen

 

Die moder­ne Com­pu­ter­lin­gu­is­tik ver­bin­det Infor­ma­tik und Mathe­ma­tik (ins­be­son­de­re Sta­tis­tik) mit der Lin­gu­is­tik in ihren Teil­be­rei­chen wie Mor­pho­lo­gie, Syn­tax oder Seman­tik. Je nach kon­kre­ter Auf­ga­ben­stel­lung gel­ten Phi­lo­so­phie und Logik als rele­van­te Neben­fä­cher. In Kom­bi­na­ti­on füh­ren die­se Fel­der zur Ent­wick­lung von Sys­te­men, die Spra­che erken­nen und auf der Grund­la­ge die­ser Spra­che eine Auf­ga­be erfül­len kön­nen.

Ergeb­nis­se und Metho­den aus dem Bereich Com­pu­ter­lin­gu­is­tik sind die Grund­la­ge für kon­kre­te Soft­ware­lö­sun­gen, in denen die Ver­ar­bei­tung von Spra­che zen­tral ist. Com­pu­ter­lin­gu­is­ti­sche Anwen­dun­gen kom­men zum Ein­satz:

  • in Such­ma­schi­nen
  • bei der maschi­nen­ge­stütz­te Beant­wor­tung von Fra­gen, etwa in Chat­bots
  • der auto­ma­ti­schen Feh­ler­kor­rek­tur in Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­men
  • in Fil­ter­pro­gram­men zur Erken­nung von uner­wünsch­ten Online-Inhal­ten
  • bei Sprach­er­ken­nung in Sprach­as­sis­ten­ten wie App­les Siri
  • SaaS-Lösun­gen zur auto­ma­ti­schen Über­set­zung von Tex­ten

 

Studium und Jobs im Bereich Computerlinguistik

 

Geeig­net für ein Stu­di­um der Com­pu­ter­lin­gu­is­tik sind Schul­ab­gän­ger, die sowohl eine Bega­bung für Spra­che mit­brin­gen, aber auch gleich­zei­tig ana­ly­ti­sches Den­ken und Abs­trak­ti­ons­ver­mö­gen zu ihren Fähig­kei­ten zäh­len. Grund­kennt­nis­se und prin­zi­pi­el­le Affi­ni­tät für Mathe­ma­tik bzw. Infor­ma­tik hel­fen beim erfolg­rei­chen Bache­lor- bzw. Mas­ter-Stu­di­um der Com­pu­ter­lin­gu­is­tik.

Zu den Top-Adres­sen für Com­pu­ter­lin­gu­is­tik in Deutsch­land zäh­len die Insti­tu­te der Uni­ver­si­tä­ten in Pots­dam, Mün­chen (LMU), Saar­brü­cken, Hei­del­berg und Bie­le­feld. Inter­na­tio­nal füh­rend im For­schungs­be­reich Com­pu­ta­tio­nal Lin­gu­is­tics sind Hoch­schu­len wie die Stan­ford Uni­ver­si­ty, die Car­ne­gie Mel­lon Uni­ver­si­ty, die Johns Hop­kins Uni­ver­si­ty oder die Colum­bia Uni­ver­si­ty.

Die Aus­sich­ten für For­schungs­feld und Berufs­zweig gel­ten als aus­ge­zeich­net. Ein wich­ti­ger Trei­ber der stei­gen­den Nach­fra­ge von Exper­ti­se im Bereich Com­pu­ter­lin­gu­is­tik sind die tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen von Hard­ware und Soft­ware. Sowohl öffent­li­che Hand als auch eta­blier­te Unter­neh­men und Start-ups inves­tie­ren in Zukunfts­tech­no­lo­gi­en, in denen Com­pu­ter­lin­gu­is­ten gefragt sind.

Jobs für die deutsch­land­weit pro Jahr weni­ger als 100 Absol­ven­ten des Faches bie­ten sich ent­we­der in der For­schung und Leh­re an einer der genann­ten Hoch­schu­len. Wen es in die Wirt­schaft zieht, fin­det als Com­pu­ter­lin­gu­ist leicht einen Job in der Tech-Branche. Über­all dort, wo Spe­zia­lis­ten Anwen­dun­gen rund um Natu­ral Lan­guage Under­stan­ding und Natu­ral Lan­guage Gene­ra­ti­on ent­wi­ckeln, ist Fach­wis­sen aus dem dyna­mi­schen Bereich Com­pu­ter­lin­gu­is­tik gefragt.

 

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