Python

  1. Was ist Python?
  2. Python und maschi­nel­les Ler­nen
  3. Hin­ter­grund und Ent­ste­hungs­ge­schich­te

 

Was ist Python?

 

Python ist eine uni­ver­sell ein­setz­ba­re, höhe­re Pro­gram­mier­spra­che, die platt­form­un­ab­hän­gig ist. Das heißt, sie läuft auf den Betriebs­sys­te­men Win­dows, Linux und Unix. Durch die bewusst ein­fa­che, manch­mal sogar als mini­ma­lis­tisch bezeich­ne­te Syn­tax ist sie leicht zu ler­nen und zu lesen, wodurch man in Python leich­ter und weit­aus schnel­ler pro­gram­mie­ren kann als in ande­ren Spra­chen.

Die mäch­ti­ge Stan­dard­bi­blio­thek ist eine der größ­ten Stär­ken von Python: Sie ent­hält eine Viel­zahl an Modu­len und Codes, ist beson­ders für Inter­net­an­wen­dun­gen aus­ge­legt und erleich­tert die Erstel­lung eige­ner Pro­gram­me enorm. Der Ent­wick­ler Gui­do van Ros­sum stell­te Python von Beginn an kos­ten­los und gemein­schafts­ori­en­tiert als Open-Source-Soft­ware frei zur Ver­fü­gung. Python ist welt­weit ver­brei­tet.

 

Python und maschinelles Lernen

 

Python ist auf­grund sei­ner uni­ver­sel­len Ein­satz­bar­keit bei einer Viel­zahl von Anwen­dun­gen aus den Berei­chen Data Sci­ence und machi­ne learning die Ver­kehrs­spra­che schlecht­hin gewor­den. Als all­ge­mein nutz­ba­re Pro­gram­mier­spra­che ver­fügt Python über eine gro­ße Aus­drucks­kraft und ist zugleich so ein­fach benutz­bar wie eine domä­nen­spe­zi­fi­sche Skript­spra­che. Der größ­te Vor­teil liegt jedoch in den reich­lich bestück­ten Biblio­the­ken zum Laden von Daten, Visua­li­sie­run­gen, Sta­tis­tik­be­rech­nun­gen, Sprach- und Bild­ver­ar­bei­tung – kurz: ein rie­si­ger Fun­dus mit Funk­tio­na­li­tä­ten für all­ge­mei­ne und beson­de­re Ein­satz­ge­bie­te.

Die belieb­tes­te Python-Biblio­thek für maschi­nel­les Ler­nen ist sci­kit-learn, wie Python selbst ein Open-Source-Pro­jekt. Hier ste­hen eine gro­ße Anzahl hoch­ent­wi­ckel­ter maschi­nel­ler Lern­al­go­rith­men und eine umfang­rei­che Doku­men­ta­ti­on zur Ver­fü­gung. Python kann außer­dem mit dem Code in einer ande­ren Umge­bung direkt inter­agie­ren. Weil maschi­nel­les Ler­nen ein ite­ra­ti­ver Pro­zess ist, bei dem Daten die Ana­ly­se bestim­men, braucht es ein Werk­zeug, das die schnel­le Ite­ra­ti­on und leich­te Benutz­bar­keit unter­stützt. Python kann das.

 

Hintergrund und Entstehungsgeschichte

 

Die ers­te Voll­ver­si­on von Python 1.0 erschien 1994. Erwei­te­run­gen folg­ten durch­num­me­riert 1.1, 1.2 und so wei­ter. Sechs Jah­re spä­ter, am 16.10.2000 erschien Python 2.0, nur zwei Jah­re spä­ter Python 3.0. Aktu­ell sind mit Erwei­te­run­gen von Python 2 und 3 zwei Ver­sio­nen ver­brei­tet, aller­dings sind auf­grund tief­grei­fen­der Ände­run­gen Bestand­tei­le von 2 nicht in 3 ver­wend­bar. Python 2 wird auch nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt.

Der Name “Python” geht übri­gens nicht auf die Schlan­ge, son­dern auf den legen­dä­ren Fly­ing Cir­cus von Mon­ty Python zurück. Ent­wick­ler Ros­sum ist ein gro­ßer Fan der Komi­ker­grup­pe. Der Mar­ke­ting-Gag nahm schon 1989 sei­nen Anfang und wird natür­lich gepflegt, in der Doku­men­ta­ti­on sind Anspie­lun­gen dar­auf gern und oft gese­hen. Den­noch spielt die Schlan­ge als Bild die tra­gen­de Rol­le, unter ande­rem im Logo und ein Tool­kit wur­de nach der Schlan­gen­art Boa benannt. Im Python-Uni­ver­sum gibt es außer­dem Cobra (eine ande­re Pro­gram­mier­spra­che), Ana­con­da (Dis­tri­bu­ti­on für Daten­ver­ar­bei­tung) usw.

 

Quel­len: