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Nadine Jakob
Marketing Manager, Retresco
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur, wie Inhalte produziert, gesucht und ausgespielt werden. Sie verändert auch, wie Medienhäuser digitale Angebote vermarkten können. Während herkömmliche Display-Werbung, Native Advertising, Sponsoring und Paid Content weiterhin relevant bleiben, entsteht durch KI-Chatbots und interaktive Informationsangebote eine neue Produktkategorie:
Dialogische Services, in denen Nutzer:innen nicht mehr nur Artikel lesen, sondern konkrete Fragen stellen, Inhalte vertiefen, Entscheidungen vorbereiten und individuelle Informationsbedürfnisse formulieren.
Damit verschiebt sich auch die Logik der Vermarktung. Im Fokus steht nicht mehr allein die Reichweite eines Medienangebots oder die Platzierung eines Werbemittels in einem redaktionellen Umfeld. Entscheidend wird die konkrete Nutzerintention: Welche Frage stellt jemand? In welchem Kontext entsteht diese Frage? An welchem Punkt der Informations- oder Entscheidungsreise befindet sich die Person? Und wie kann ein Medienhaus darauf reagieren, ohne journalistische Integrität, Transparenz und Vertrauen zu gefährden?
Genau diese Fragen haben wir von Retresco im Beitrag „Chatbots monetarisieren: KI zwischen Redaktion, Werbung und Nutzerinteraktionen“ aufgegriffen. Chatbots sind für Medienhäuser nicht einfach ein zusätzlicher Werbeplatz, sondern ein strategisches Instrument für Nutzerbindung, Themenautorität, Datenintelligenz und neue Geschäftsmodelle. Der Beitrag betont zugleich, dass werbliche Elemente in KI-Chats nur dann sinnvoll sind, wenn redaktionelle Inhalte und kommerzielle Vermarktung klar voneinander getrennt bleiben.
Viele Medienhäuser haben in den vergangenen Monaten begonnen, eigene KI-Chatbots, interaktive Artikel-Archive, Themen-Chats und Recherchehilfen auf ihren Portalen und in ihren Apps zu testen. Die zugrunde liegende Idee ist naheliegend: Redaktionell geprüfte Inhalte, umfangreiche Archive, Datenbanken, Ratgebertexte und aktuelle Nachrichten sollen nicht nur durch Suche, Navigation oder Empfehlungssysteme erschlossen werden, sondern auch durch natürliche Sprache.
Für Nutzer:innen entsteht dadurch ein deutlich aktiveres Nutzungserlebnis. Sie können nachfragen, eingrenzen, vergleichen, zusammenfassen lassen oder sich durch komplexe Themen führen lassen. Aus einem statischen Artikel-Archiv wird ein interaktives Informationsprodukt. Aus einer Themenseite wird ein dialogischer Hub. Aus einem Ratgeberbereich wird ein persönlicher Entscheidungsassistent.
Für Medienhäuser eröffnet das neue Vermarktungsperspektiven. Erstens entstehen neue, hochwertige Kontaktpunkte mit einer besonders klar erkennbaren Nutzerintention. Zweitens liefern die Fragen der Nutzer:innen wertvolle Hinweise auf Themeninteressen, Informationslücken und konkrete Bedarfe. Drittens können KI-Chatbots bestehende Erlösmodelle unterstützen, etwa durch bessere Conversion in Abos, durch die Aufwertung von Paid-Content-Angeboten oder durch neue B2B-Services im Fachmedienumfeld.
Allerdings gilt: Die Monetarisierung von KI-Chatbots darf nicht als bloße Übertragung herkömmlicher Bannerlogik in ein neues Interface verstanden werden. Gerade weil Nutzer:innen in einem Chat häufig sehr konkrete Fragen stellen, ist das Vertrauen in die Antworten und Follow-ups besonders sensibel. Werbung, Sponsoring und Empfehlungen müssen deshalb transparent, kontextuell sinnvoll und redaktionell sauber abgegrenzt sein.
Die aktuellen Entwicklungen bei Google zeigen, dass dialogische Suche und KI-basierte Werbung vom Experiment zum Massenphänomen werden. Google hat im Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O verkündet, dass der AI Mode ein Jahr nach dem Launch weltweit mehr als eine Milliarde monatlich aktive Nutzer:innen erreicht hat. Zugleich haben sich die AI-Mode-Anfragen seit dem Launch in jedem Quartal mehr als verdoppelt. Google nennt außerdem, dass die durchschnittliche AI-Mode-Suche dreimal so lang ist wie eine herkömmliche Suchanfrage und dass Planungsanfragen im AI Mode deutlich stärker wachsen als die Nutzung insgesamt.
Googles weiterentwickelte KI-Suche auf der Entwicklerkonferenz I/O (Google)
Diese Zahlen sind für Medienhäuser hochrelevant. Sie zeigen, dass Nutzer:innen KI-Suchen nicht nur für einfache Faktenfragen verwenden. Sie stellen längere, komplexere, situativere Fragen. Sie planen Reisen, Käufe, Lernprozesse, Gesundheits- oder Finanzentscheidungen, Freizeitaktivitäten oder berufliche Projekte. Genau in solchen Nutzungssituationen sind Medienmarken traditionell stark: Sie ordnen ein, erklären, vergleichen, prüfen, empfehlen und schaffen Vertrauen.
Auf der Google I/O wurde zudem deutlich, dass die Google-Suche künftig zu einer KI-basierten, interaktiven Oberfläche wird. TechCrunch beschreibt den Wandel als endgültiges Ende der bekannten „ten blue links“-Logik: Google erweitert die Suche um eine intelligentere Suchbox, längere dialogische Anfragen, Follow-ups, interaktive Elemente und agentische Funktionen, die Informationen für Nutzer:innen im Hintergrund beobachten oder zusammentragen können.
Für Medienhäuser bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht künftig nicht mehr dadurch, dass Inhalte in Suchergebnislisten gut ranken. Inhalte müssen so aufbereitet sein, dass sie für KI-Systeme verständlich, zitierfähig, aktuell, strukturiert und dialogfähig sind. Interessanterweise hat Google nunmehr erstmals bestätigt, dass sich die Optimierung für KI-gestützte Sucherlebnisse nicht grundlegend von bewährten SEO-Prinzipien unterscheidet: hochwertige Inhalte, klare Struktur, Aktualität, technische Zugänglichkeit und eindeutige Quellen bleiben entscheidend.
Zugleich wäre es für Medienhäuser riskant, ihre Strategie allein auf die Sichtbarkeit im Google AI Mode auszurichten. Wenn Nutzer:innen ihre Fragen zunehmend direkt in KI-Suchumgebungen stellen, droht die direkte Beziehung zwischen Medium und Nutzerschaft auf Google überzugehen. Umso wichtiger ist es, eigene Kanäle, eigene Nutzerbeziehungen und eigene interaktive Informationsangebote zu stärken und zu entwickeln. Medienhäuser sollten ihre Inhalte deshalb nicht nur für KI-Suchen optimieren, sondern sie auch selbst in dialogische Produkte überführen – etwa in KI-Chatbots, Rechercheassistenten, Themen-Hubs oder Self-Service-Angebote auf den eigenen Plattformen.
Noch deutlicher wird diese Entwicklung mit Blick auf die Google Marketing Live, die ebenfalls im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O präsentiert wurde. Google hat dort neue Gemini-basierte Anzeigenformate vorgestellt, die speziell für den AI Mode und die KI-gestützte Suche entwickelt wurden. Dazu gehören unter anderem Conversational Discovery Ads, Highlighted Answers, AI-powered Shopping Ads, Direct Offers und der Business Agent for Leads. Google beschreibt diese Formate als neue Generation von Anzeigen für die KI-Ära der Suche.
Die Stoßrichtung ist klar: Anzeigen sollen nicht mehr nur neben einer Suchanfrage erscheinen, sondern direkt auf die Frage der Nutzer:innen reagieren. Conversational Discovery Ads können gemäß Google auf konkrete, längere Fragestellungen zugeschnittene Werbeinhalte erzeugen. Highlighted Answers sollen in KI-generierten Empfehlungslisten erscheinen. AI-powered Shopping Ads können Produkte nicht nur anzeigen, sondern erklären, warum sie zu einer bestimmten Suchintention passen. Der Business Agent for Leads integriert einen KI-Agenten direkt in die Anzeigen, sodass Nutzer:innen Fragen stellen können, statt ein statisches Formular auszufüllen.
Kurzum: Google-Anzeigen reagieren künftig noch stärker auf konkrete Nutzerfragen. Conversational Discovery Ads und Highlighted Answers werden bereits in den USA getestet, Direct Offers werden ausgebaut, und der Business Agent for Leads soll dialogische Lead-Generierung direkt aus Anzeigen heraus ermöglichen.
Für Medienhäuser ist das ein wichtiger Signalpunkt. Wenn Google werbliche Maßnahmen zunehmend als Antwortbestandteil, Empfehlung oder dialogische Interaktion denkt, wird auch die Vermarktung journalistischer KI-Angebote nicht bei Bannern im Chat-Fenster stehen bleiben. Die eigentliche Frage lautet: Wie lassen sich Vermarktungsinformationen so in interaktive Angebote integrieren, dass sie nützlich, transparent und vertrauenswürdig bleiben?
Die naheliegendste Vermarktungsform sind klar gekennzeichnete Native Cards im Umfeld von Chat-Antworten. Sie können unterhalb einer Antwort erscheinen und als „Anzeige“, „Gesponsert“ oder „Partnerhinweis“ markiert werden. Anders als klassische Werbebanner sollten solche Cards jedoch nicht beliebig ausgespielt werden, sondern an Themencluster, Intent-Klassen und redaktionell definierte Kontexte gebunden sein.
Ein Beispiel: Fragt ein:e Nutzer:in in einem regionalen Freizeit-Chat nach Ausflugsideen für Familien am Wochenende, könnte eine klar gekennzeichnete Partnerkarte für ein Museum, einen Freizeitpark oder ein lokales Event sinnvoll sein. In einem Finanzratgeber-Chat könnten gesponserte Hinweise auf Webinare oder Beratungsangebote erscheinen, sofern sie transparent gekennzeichnet und redaktionell sauber getrennt sind. In einem B2B-Fachmedium könnten Anbieterprofile, Whitepaper, Studien oder Event-Hinweise in passenden Fachkontexten integriert werden.
Eine weitere Möglichkeit sind gesponserte Themen-Hubs. Dabei wird nicht die einzelne Antwort vermarktet, sondern ein gesamter interaktiver Bereich. Ein Fachverlag könnte etwa einen KI-Assistenten zu Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Baurecht, HR-Management oder Digitalisierung bereitstellen und diesen mit einem klar gekennzeichneten Partner oder Sponsor verbinden. Wichtig ist dabei, dass der Sponsor nicht die redaktionellen Antworten steuert. Die redaktionelle Hoheit, Quellenlogik und Qualitätssicherung müssen beim Medienhaus bleiben.
Eine interessante Option sind zudem Lead-Modelle. Gerade im Fachmedien-, Ratgeber- und B2B-Umfeld stellen Nutzer:innen häufig Fragen, die auf einen konkreten Bedarf hinweisen. Ein Chatbot kann hier helfen, Interessen besser zu qualifizieren. Wer sich intensiv zu Steuerfragen, Weiterbildung oder Förderprogrammen informiert, kann mit Zustimmung der Nutzer:innen passgenaue Angebote, Downloads, Events oder Beratungsmöglichkeiten weitergeleitet werden. Der Unterschied zu herkömmlichen Leadformularen liegt darin, dass die Qualifizierung im Dialog entsteht – also entlang tatsächlicher Fragen und Bedarfe.
Eine zusätzliche Vermarktungsmöglichkeit liegt in Premium- und Abo-Modellen. KI-Chatbots müssen nicht primär über Werbung monetarisiert werden. Sie können auch Paid Content aufwerten. Ein Medienhaus kann etwa einen frei zugänglichen Basis-Chat anbieten, während vertiefende Funktionen wie Archivzugriffe, Themen-Dossiers, Quellenvergleiche, personalisierte Briefings oder professionelle Recherchefunktionen Teil eines Abos sind. Gerade für Fachverlage kann daraus ein eigenständiges digitales Serviceprodukt entstehen.
Zudem ermöglichen KI-Chatbots interaktive Daten- und Insight-Produkte. Die aggregierte Auswertung von Nutzerfragen kann zeigen, welche Themen besonders häufig gesucht werden, welche Begriffe Nutzer:innen verwenden, wo redaktionelle Inhalte fehlen und welche Entscheidungsfragen in einer Branche entstehen. Solche Insights können gleichermaßen einfließen in die redaktionelle Planung, Produktentwicklung, SEO-Maßnahmen, Newsletter-Strategie und Vermarktung.
Digitale Vermarktung basierte bislang meist auf Reichweite, Zielgruppen, Themenumfeldern und Performance-KPIs. KI-Chatbots ergänzen diese Logik um eine neue Dimension: explizite Absicht oder Intent. Nutzer:innen formulieren im Chat häufig sehr genau, was sie wissen, vergleichen, kaufen, planen oder entscheiden möchten.
Solche Intent-Daten sind besonders wertvoll, weil sie nicht nur aus Klickverhalten abgeleitet werden, sondern direkt aus Fragen entstehen. Ein:e Nutzer:in, der oder die fragt „Welche Heizungsförderung passt zu meinem Einfamilienhaus?“, signalisiert einen anderen Bedarf als jemand, der lediglich einen Artikel über Energiepolitik öffnet. Eine Frage wie „Welche rechtlichen Änderungen muss ich als Geschäftsführer im neuen Jahr beachten?“ ist für ein Fachmedium ein deutlich präziserer Hinweis auf Bedarf, Kontext und mögliche Anschlussangebote als ein Seitenaufruf.
Für Medienhäuser kann daraus ein struktureller Vorteil entstehen. Sie verfügen über redaktionell geprüfte Inhalte, starke Marken, thematische Autorität sowie eine tiefe Zielgruppenkenntnis. Wenn solche Assets mit dialogischen Interfaces verbunden werden, entstehen neue Möglichkeiten für qualifizierte Nutzerinteraktionen und hochwertige Vermarktungsmodelle.
Nicht jedes Werbeformat passt in einen KI-Chat. Eine transparente Kennzeichnung habe ich bereits genannt. Auch automatisch generierte Produktempfehlungen in sensiblen Themenfeldern können das Vertrauen in ein journalistisches Angebot beschädigen. Politik, Gesundheit, Recht, Katastrophen, Kinder- und Jugendthemen oder persönliche Krisensituationen sollten besonders restriktiv behandelt werden.
Sinnvoller sind Formate, die eigenständig erkennbar bleiben. Dazu gehören gesponserte Karten, Partnerhinweise, thematisch passende Serviceboxen, Download-Empfehlungen, Event-Hinweise, Anbieterprofile oder klar markierte kommerzielle Anschlussangebote. Maßgeblich ist, dass redaktionelle Antworten nicht durch Werbekunden beeinflusst werden. Werbliche Maßnahmen dürfen an den Kontext anschließen, aber nicht die inhaltliche Richtung vorgeben.
Erste Google-Anzeigen im AI Mode –gekennzeichnet als “Sponsored” (Chris Long)
Auch Google betont bei seinen neuen AI-Mode-Anzeigen, dass die Formate weiterhin als „Sponsored“ gekennzeichnet werden sollen und dass KI-basierte Explainer für Transparenz sorgen sollen. Für Medienhäuser reicht diese Art der Plattformlogik allerdings nicht aus. Sie brauchen eigene Standards, die zur journalistischen Marke, zum Publikum und zum jeweiligen Nutzungskontext passen.
KI-Chatbots entwickeln sich aktuell zu einer neuen Produktklasse. Sie verbinden redaktionelle Inhalte, Suche, Datenbanken, Nutzerführung, Personalisierung und Service in einer Oberfläche. Daraus entstehen neue Formate:
Wahlchats, die Programme, Kandidat:innen und Positionen erklären. Gesundheits- oder Rechtsthemen-Assistenten, die verlässliche Inhalte auffindbar machen. Ratgeber-Chats für kaufbereite Nutzer:innen. B2B-Rechercheassistenten für Fachzielgruppen. Artikel-Archive für Abonnent:innen. Shopping- und Produktberater im E-Commerce-Umfeld. Event-Guides, lokale Freizeitassistenten oder interaktive Themen-Dossiers.
Solche interaktiven Angebote haben einen eigenen Vermarktungswert. Sie können regelmäßiges Engagement erzeugen, Nutzer:innen binden, Abos stützen, neue Daten liefern, Leads qualifizieren und Sponsoringflächen schaffen. Vor allem aber stärken sie die direkte Beziehung zwischen Medienmarken und Nutzerschaft.
Medienhäuser sollten zunächst klären, welche strategische Rolle KI-Chatbots in ihrem Angebot spielen sollen. Geht es um Nutzerbindung, Abo-Stärkung, Reichweite, Leadgenerierung, Service, Recherche, Archivnutzung oder Vermarktung? Erst wenn diese Zielsetzung klar ist, lässt sich entscheiden, welche Monetarisierungsform sinnvoll ist.
Im zweiten Schritt sollten geeignete Use Cases identifiziert werden. Besonders geeignet sind Themenbereiche mit hohem Informationsbedarf, wiederkehrenden Fragen, umfangreichen Archiven, verlagsinternen Quellen und erkennbarer Anschlussnutzung. Dazu gehören Ratgeber, Fachinformationen, lokale Services, Politik- und Wahlinformationen, Wirtschaft, Verbraucherfragen, Recht, Gesundheit mit besonderer Vorsicht, Karriere, Bildung, Immobilien, Energie, Mobilität oder B2B-Spezialthemen.
Im dritten Schritt braucht es eine saubere technische und redaktionelle Architektur. Dazu gehören RAG-Systeme, semantische Suche, Quellenlogik, Rechte- und Zugriffskonzepte, Aktualisierungsprozesse, Monitoring, Feedbackmechanismen und Analytics. Werbliche Ausspielung sollte nicht nachträglich „eingebaut“, sondern von Anfang an in ein Governance-Modell eingebettet werden.
KI-Chatbots und interaktive Informationsangebote eröffnen Medienhäusern neue Chancen zur Monetarisierung. Sie schaffen hochwertige Nutzungssituationen, machen Nutzerintentionen sichtbar, erschließen Archive neu und können redaktionelle Produkte in digitale Services verwandeln. Zugleich erhöhen sie die Anforderungen an Transparenz, Governance und Vertrauen.
Die aktuellen Entwicklungen bei Google zeigen, wohin sich der Markt bewegt: Suche wird dialogischer, Anzeigen werden kontextueller, Empfehlungen werden stärker in KI-Antworten eingebettet und Nutzer:innen erwarten zunehmend interaktive, handlungsorientierte Informationsangebote. Medienhäuser sind deshalb gut beraten, eigene dialogische Angebote zu entwickeln, um die direkte Beziehung zu ihrer Nutzerschaft zu festigen und zu entwickeln – und sie nicht weiter an Plattformen wie Google zu verlieren.
Die beste Vermarktungsstrategie besteht deshalb nicht darin, möglichst schnell möglichst viele Anzeigen in Chatverläufe zu integrieren. Entscheidend ist ein Modell, das Nutzermehrwert, redaktionelle Glaubwürdigkeit und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit zusammenbringt. Wer diese Balance meistert, kann aus KI-Chatbots mehr machen als ein neues Interface: ein strategisches Medienprodukt mit eigenem Erlöspotenzial.
Hast du Fragen, Anmerkungen oder Feedback? Sprich uns an – unsere KI-Expert:innen melden sich gerne bei dir!