Allgemeine Geschäftsbedingungen

der Ret­res­co GmbH, Grün­ber­ger Stra­ße 44a,10245 Ber­lin, ver­tre­ten durch die Geschäfts­füh­rer Alex­an­der Sie­bert und Johan­nes Som­mer, Amts­ge­richt Char­lot­ten­burg Regis­ter­num­mer HRB 117049B.

 

0. Vorwort

Für Ver­trä­ge mit der Ret­res­co GmbH (im Fol­gen­den: „Ret­res­co“) gel­ten, wenn nicht anders schrift­lich indi­vi­du­ell ver­ein­bart, die nach­fol­gen­den Bestim­mun­gen ver­bind­lich. Dort, wo die Par­tei­en indi­vi­du­el­le Ver­ein­ba­run­gen getrof­fen haben, gel­ten die­se all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen bei Rege­lungs­lü­cken ergän­zend. Ent­ge­gen­ste­hen­den all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen des Ver­trags­part­ners wird vor­sorg­lich wider­spro­chen.
Bit­te neh­men Sie die­se all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen zur Kennt­nis. Das Ange­bot von Ret­res­co rich­tet sich aus­schließ­lich an Unter­neh­men, Behör­den und Insti­tu­tio­nen, nicht aber an pri­va­te Ver­brau­cher.
Der Ver­trags­part­ner von Ret­res­co wird zur bes­se­ren Les­bar­keit im Fol­gen­den als „Kun­de“ benannt.

 

1. Wer wir sind

Ret­res­co bie­tet — unter ande­rem — auto­ma­ti­sier­te Such­tech­no­lo­gi­en für das Inter­net und für Daten­ban­ken an, dar­un­ter fol­gen­de Leis­tun­gen:

A. Softwarelösungen

je nach Leis­tungs­art und Ver­trags­in­halt als Soft­ware-as-a-Ser­vice („SaaS“) bezie­hungs­wei­se Cloud-Com­pu­ting und/oder als Soft­ware­über­las­sung und/oder als Dienst­leis­tung.
sowie

B. Dienstleistungen

Pfle­ge- und War­tungs­leis­tun­gen („Ser­vice Level Agree­ments = SLA“) für die unter A beschrie­be­nen Soft­ware­lö­sun­gen und Leis­tun­gen.
SLA sind als geson­der­te Leis­tung neben der Soft­ware­lö­sung aus­drück­lich zu ver­ein­ba­ren bzw. zu beauf­tra­gen.
Das Hos­ting von Soft­ware­lö­sun­gen außer­halb von SaaS-Ange­bo­ten bie­tet Ret­res­co wahl­wei­se selbst mit an.

 

2. Zustandekommen von Verträgen

Ver­trä­ge mit Ret­res­co kom­men in der Regel durch schrift­li­ches Ange­bot und schrift­li­che Annah­me zustan­de, ent­we­der durch

A. Ausschreibung („Pitch“)

Mit der Auf­for­de­rung des Kun­den an Ret­res­co und wei­te­re Wett­be­wer­ber, jeweils ein ver­bind­li­ches Ange­bot abzu­ge­ben (sog. Aus­schrei­bung oder „Pitch“) und Annah­me des Ange­bots von Ret­res­co durch den Kun­den.
Die­se AGB gel­ten, hilfs­wei­se ergän­zend, für sol­che Berei­che des Ver­trags­ver­hält­nis­ses, die in den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen und/oder dem Ange­bot von Ret­res­co auf die Aus­schrei­bung nicht gere­gelt sind.

B. Vertragsschluss durch Verhandlung

mit dem schrift­li­chen Ange­bot von Ret­res­co an den Kun­den und schrift­li­cher Annah­me durch den Kun­den. Dem Schrifter­for­der­nis genügt in der Regel der Email­ver­kehr.
Ein Ange­bot kann nur unbe­dingt ange­nom­men wer­den. Im Zwei­fel ist das Ange­bot nach Abspra­che der Par­tei­en von Ret­res­co oder dem Kun­den dahin­ge­hend zu ändern, dass die Annah­me durch die jeweils ande­re Par­tei unbe­dingt erfol­gen kann.
Bei meh­re­ren Ange­bo­ten für den erkenn­bar glei­chen Leis­tungs­zweck gilt jeweils aus­schließ­lich das zeit­lich neu­es­te Ange­bot. Die Bin­dung von Ret­res­co an das Ange­bot beträgt — wenn nicht anders im Ange­bot benannt – 20 Werk­ta­ge.
Das Erfor­der­nis der unbe­ding­ten Annah­me gilt auch dann, wenn Ret­res­co zeit­gleich meh­re­re ver­bind­li­che Ange­bo­te zur Aus­wahl stellt und die­se dem Kun­den zur aus­drück­lich wahl­wei­sen Annah­me über­lässt. Wenn vor­her mit dem Kun­den abge­spro­chen, kann Ret­res­co für beson­ders auf­wän­di­ge Ange­bots­be­rech­nun­gen eine Kos­ten­be­tei­li­gung bzw. Auf­wands­ent­schä­di­gung ver­lan­gen.
Even­tu­el­le Kosten(vor)anschläge (auch als „KVA“ bezeich­net) sind nicht ver­bind­lich und die­nen dem Kun­den ledig­lich zur Ori­en­tie­rung über das Leis­tungs­an­ge­bot von Ret­res­co. Anhand des KVA ver­schafft sich der Kun­de einen Über­blick, für wel­che Leis­tun­gen er ein ver­bind­li­ches Ange­bot anfor­dern möch­te. Die­ses dem KVA nach­fol­gen­de Ange­bot kann der Kun­de anneh­men oder ein abge­än­der­tes Ange­bot anfor­dern. In der Regel wird ein KVA durch die münd­li­che Bera­tung durch Ret­res­co ersetzt.
Möch­te der Kun­de nur Tei­le eines ein­heit­li­chen Ange­bo­tes anneh­men, ist über die Teil­leis­tung ein neu­es Ange­bot anzu­for­dern. Ret­res­co hat für die­se Fäl­le zu prü­fen, ob die gewünsch­te Leis­tung tech­nisch und wirt­schaft­lich teil­bar ist und dann ggf. die Ein­zel­leis­tung neu zu berech­nen.
Kos­ten­vor­anschlä­ge, Ange­bo­te und Annah­men soll­ten von den Par­tei­en mög­lichst wört­lich als sol­che bezeich­net wer­den, um Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den. Im Zwei­fel gilt das, was die Par­tei­en aus Sicht eines objek­ti­ven Drit­ten offen­bar erklä­ren woll­ten.
Hat der Ver­trags­schluss aus­nahms­wei­se per Tele­fon statt­ge­fun­den, wird Ret­res­co unver­züg­lich eine schrift­li­che Ver­trags­be­stä­ti­gung anfer­ti­gen und per Tele­fax und/oder per Email (wenn Tele­fax nicht vor­han­den) an den Geschäfts­sitz bzw. die Geschäfts­adres­se des Kun­den zusen­den. Der Inhalt die­ser Ver­trags­be­stä­ti­gung gilt dann als ver­bind­li­cher Ver­trags­in­halt, wenn der Kun­de dem dort Wie­der­ge­ge­ben nicht unver­züg­lich schrift­lich wider­spricht.
Ab einem Auf­trags­vo­lu­men über 20.000 Euro wird Ret­res­co regel­mä­ßig um eine Bestä­ti­gung eines per Email geschlos­se­nen Ver­tra­ges per Tele­fax oder Brief­post (Gegen­zeich­nung der zusam­men­fas­sen­den Ver­trags­be­stä­ti­gung) bit­ten.

 

3. Vertragsdurchführung

A. Softwarelösungen

Die Leis­tun­gen von Ret­res­co glie­dern sich in der Regel in zwei Pha­sen, die Kon­zep­ter­stel­lung (Pla­nung) und die Kon­zep­t­um­set­zung (Rea­li­sie­rung).

Pha­se 1: Ret­res­co wird zunächst auf­grund der vom Kun­den kom­mu­ni­zier­ten Anfor­de­run­gen ein Fein­kon­zept erstel­len.
Das (Fein-)konzept ist der von Ret­res­co detail­liert aus­ge­ar­bei­te­te Ent­wurf für die Umset­zung der eigent­li­chen Soft­ware­lö­sung bzw. der Haupt­leis­tung. Das Kon­zept ist vom Kun­den abzu­neh­men, wenn der Umset­zungs­vor­schlag ver­trags­ge­mäß ist.

Pha­se 2: Auf Basis des Fein­kon­zepts wird Ret­res­co die Leis­tung tech­nisch umset­zen. Die umge­setz­te Leis­tung ist eben­falls abzu­neh­men.
Ret­res­co wird jeweils mit der Über­ga­be des Kon­zepts und nach der Mit­tei­lung der Umset­zung der Leis­tung zur Abnah­me auf­for­dern. Ist die Leis­tung nicht ver­trags­ge­mäß, kann der Kun­de im gesetz­li­chen Rah­men Nach­bes­se­rung ver­lan­gen. Erfolgt die Abnah­me einer ver­trags­ge­mä­ßen Leis­tung nicht inner­halb der von Ret­res­co bestimm­ten ange­mes­se­nen Frist, gilt die Abnah­me als erfolgt. Einer Abnah­me steht es gleich, wenn der Kun­de die Leis­tun­gen von Ret­res­co im geschäft­li­chen Ver­kehr ver­wen­det (z.B. „GoLi­ve“ der von Ret­res­co gelie­fer­ten Kom­po­nen­ten, ganz oder in Tei­len).
Wenn nicht anders ver­ein­bart, erfolgt bei der Soft­ware­über­las­sung die Instal­la­ti­on beim Kun­den durch Ret­res­co.

B. Serviceverträge

Ser­vice­ver­trä­ge („SLA“) sind auf den von Ret­res­co zur Ver­fü­gung gestell­ten Soft­ware­lö­sun­gen und Leis­tun­gen auf­bau­en­de Dienst­leis­tun­gen und beinhal­ten die War­tung und Pfle­ge ein­schließ­lich der Aktua­li­sie­rung („Updates“) der Soft­ware durch Ret­res­co in dem im SLA bestimm­ten Umfang und für die im SLA bestimm­te Lauf­zeit. Die Bereit­stel­lung von Updates steht im Ermes­sen von Ret­res­co; die­se rich­ten sich nach den tech­ni­schen Anfor­de­run­gen und sind nicht an regel­mä­ßi­ge Zeit­in­ter­val­le gebun­den.
SLA wer­den mit indi­vi­du­el­lem Leis­tungs­an­ge­bot für die Bedürf­nis­se des Kun­den kal­ku­liert. Sofern nicht anders ver­ein­bart, beinhal­tet ein Stan­dard-SLA eine War­tungs- und Pfle­ge­leis­tung durch Per­so­nal von Ret­res­co von 2 Per­so­nen­stun­den pro Woche.
Die Reak­ti­ons­zeit von Ret­res­co im Rah­men des SLA beträgt bei spon­tan auf­tre­ten­den Feh­lern
— Mo-Fr zwi­schen 6:00 — 20:00 Uhr: 4 Stun­den
— übri­ge Zeit und an Fei­er­ta­gen: 6 Stun­den.

Die Reak­ti­ons­zeit ist die Zeit, nach der Ret­res­co spä­tes­tens mit dem Pro­zess der Pro­blem­ana­ly­se und der Feh­ler­su­che beginnt und nicht die Zeit, in der die Feh­ler­be­he­bung abge­schlos­sen sein muss.
Pfle­ge-und War­tungs­ar­bei­ten wer­den, wenn nicht aus­drück­lich anders ver­ein­bart, als Fern­war­tung aus­ge­führt.
Das monat­li­che Stun­den­kon­tin­gent des SLA ver­fällt mit dem letz­ten Tag des jewei­li­gen Monats und wird nicht auf Fol­ge­mo­na­te ange­rech­net.
Dar­über hin­aus­ge­hen­de Leis­tun­gen sind Ret­res­co mit 112,50 Euro pro Tech­ni­ker­stun­de zu ver­gü­ten. Ret­res­co wird bei Über­schrei­tung des SLA-Stun­den­bud­gets den Kun­den auf ent­ste­hen­de Mehr­kos­ten und den vor­aus­sicht­li­chen Arbeits­auf­wand hin­wei­sen. Zu ver­gü­ten ist die tat­säch­lich erbrach­te Arbeits­zeit. Ret­res­co wird hier­über jeweils eine detail­lier­te Rech­nung mit Auf­lis­tung der erbrach­ten Leis­tun­gen erstel­len.
Für die Lauf­zeit des SLA ersetzt die­ses die gesetz­li­che Gewähr­leis­tung inso­fern, als dass Ret­res­co vor­ran­gig mit der im SLA ver­ein­bar­ten Reak­ti­ons­zeit mit der Lösung even­tu­ell auf­tre­ten­der Pro­ble­me beginnt und auch das Recht hat, sämt­li­che even­tu­ell auf­tre­ten­den Pro­ble­me bereits im Rah­men des SLA voll­stän­dig zu besei­ti­gen.
Ist das Pro­blem offen­sicht­lich auf Leis­tun­gen von Ret­res­co zurück­zu­füh­ren, führt die Feh­ler­be­he­bung im Rah­men des SLA zu kei­nen wei­te­ren Kos­ten für den Kun­den. Ist das Pro­blem nach­weis­lich auf Hand­lun­gen des Kun­den zurück­zu­füh­ren, wer­den Tech­ni­ker­stun­den, die über das im SLA fest­ge­leg­te Stun­den­kon­tin­gent hin­aus­ge­hen, mit 112,50 Euro pro Tech­ni­ker­stun­de in Rech­nung gestellt. Für letzt­ge­nann­te Fäl­le wird Ret­res­co die Pro­ble­m­ur­sa­che für den Kun­den nach­voll­zieh­bar doku­men­tie­ren.

C. Rechteübertragungen und Gewährleistung

Außer­halb eines SLA gilt für die Leis­tun­gen von Ret­res­co die gesetz­li­che Gewähr­leis­tung für die Soft­ware in dem Zustand, wie sie Kun­den übli­cher­wei­se auf einem Daten­trä­ger (als unmo­di­fi­zier­te Aus­gangs­ver­si­on) über­las­sen wird.* Die Feh­ler­be­he­bung im Rah­men eines SLA ist vor­ran­gig; fällt die Feh­ler­be­he­bung mit einem Gewähr­leis­tungs­grund zusam­men, kann Ret­res­co die War­tungs­zeit nach eige­nem Ermes­sen und ohne wei­te­re Kos­ten für den Kun­den bis zur Feh­ler­be­he­bung in für bei­de Par­tei­en zumut­ba­rem Umfang aus­deh­nen.

*= Bei der Fest­stel­lung, ob ein gesetz­li­cher oder ver­trag­li­cher Gewähr­leis­tungs­grund vor­liegt, ist zu berück­sich­ti­gen, dass Soft­ware­ent­wick­lung immer ein dyna­mi­scher Pro­zess ist und sich die Mög­lich­kei­ten, eine Soft­ware zu ver­bes­sern und zu erwei­tern in den meis­ten Fäl­len erst wäh­rend des Betriebs der Soft­ware bei einem oder bei meh­re­ren Kun­den durch Moni­to­ring und damit ver­bun­de­ne Erfah­rungs­wer­te erge­ben.

Eine Soft­ware ist daher im Sin­ne die­ser Ver­trags­be­din­gun­gen man­gel­frei, wenn sie grund­sätz­lich die vor­aus­ge­setz­ten Funk­tio­nen mit einer für der­ar­ti­ge Soft­ware übli­chen oder der von Ret­res­co ange­ge­be­nen durch­schnitt­li­chen Zuver­läs­sig­keit leis­tet. Die Mög­lich­keit, die Soft­ware ste­tig zu ver­bes­sern ist somit sys­tem­im­ma­nent und kein Hin­weis auf einen etwai­gen Man­gel der Aus­gangs­soft­ware.
Bei Soft­ware­über­las­sung wird der Quell­code und/oder das Recht zur Bear­bei­tung des Quell­codes (und damit der Bear­bei­tung der Soft­ware) nur dann an den Kun­den über­tra­gen, wenn dies aus­drück­lich ver­ein­bart ist, die Rech­te hier­für aus­drück­lich über­tra­gen wur­den und hier­für eine dahin­ge­hend bezeich­ne­te Ver­gü­tung jeweils schrift­lich („Buy­out“) ver­ein­bart ist.
Für den Fall der ver­ein­bar­ten Quell­code­über­las­sung ist die Bear­bei­tung des­sel­ben bzw. die Bear­bei­tung der Soft­ware selbst solan­ge unter­sagt, wie Ret­res­co im Rah­men eines SLA zugleich zur War­tung und Pfle­ge des Sys­tems ver­pflich­tet ist. Dies ist zur Durch­füh­rung der SLA-Ver­ein­ba­rung not­wen­dig, damit Ret­res­co den jewei­li­gen Bear­bei­tungs­stand der Soft­ware lücken­los nach­voll­zie­hen und die Ret­res­co im Rah­men des SLA über­tra­ge­nen Auf­ga­ben ver­trags­ge­mäß erfül­len kann. Wird der Quell­code vor Ablauf des SLA vom Kun­den bear­bei­tet, wird Ret­res­co von den Leis­tungs­ver­pflich­tun­gen des SLA frei und behält den für die Lauf­zeit ver­ein­bar­ten Ver­gü­tungs­an­spruch.
Rech­te, ins­be­son­de­re Nut­zungs­rech­te wer­den nur in dem Umfang über­tra­gen, wie sie für die bestim­mungs­ge­mä­ße Ver­trags­durch­füh­rung not­wen­dig sind. Wenn nicht abwei­chend schrift­lich ver­ein­bart, erhält der Kun­de ein nicht­aus­schließ­li­ches Nut­zungs­recht für die Ver­trags­lauf­zeit (Aus­nah­me: Es wur­de ein Soft­ware­kauf ver­ein­bart). Das Recht zur Sub­li­zen­sie­rung der Leis­tun­gen von Ret­res­co steht aus­schließ­lich Ret­res­co zu.
Über den SLA hin­aus­ge­hen­de Per­so­nen­ar­beits­stun­den sind mit 112,50 Euro pro Tech­ni­ker­stun­de zu ver­gü­ten, es sei denn, es han­delt sich um tech­ni­sche Pro­ble­me, die offen­sicht­lich von Ret­res­co zu ver­tre­ten sind.
Ret­res­co ist nicht bekannt, dass die von Ihnen ange­bo­te­nen Leis­tun­gen Schutz­rech­te Drit­ter ver­let­zen wür­den. Soll­te sich dies wider Erwar­ten her­aus­stel­len, erhält Ret­res­co das Recht, auf eige­ne Kos­ten die Leis­tung wahl­wei­se der­art zu ver­än­dern, dass kei­ne Schutz­rech­te Drit­ter mehr ver­letzt wer­den (bei nahe­zu glei­cher Taug­lich­keit zum ver­trags­ge­mä­ßen Ein­satz) oder die erfor­der­li­chen Nut­zungs­rech­te zu erwer­ben. Erst wenn Ret­res­co dies ablehnt, erhält der Kun­de das Recht zur außer­or­dent­li­chen Kün­di­gung.

D. Vergütung

Wenn nicht aus­drück­lich anders ver­ein­bart, wird die Leis­tung zu dem im Ver­trag benann­ten Betrag pau­schal ver­gü­tet. Prei­se ver­ste­hen sich zuzüg­lich gel­ten­der Umsatz­steu­er.
25 von Hun­dert des Gesamt­prei­ses wird nach Abnah­me des Kon­zepts fäl­lig, die ver­blei­ben­den 75 von Hun­dert nach Abnah­me der Gesamt­leis­tung.
Leis­tun­gen, die über die ver­trag­lich ver­ein­bar­te Leis­tung hin­aus­ge­hen, wer­den, wenn nicht anders aus­drück­lich ver­ein­bart, mit 112,50 Euro pro Tech­ni­ker­stun­de in Rech­nung gestellt.
Abwei­chun­gen von der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Leis­tung („Chan­ge Request“) gel­ten als Ver­trags­er­gän­zung bzw. Zusatz­auf­trä­ge und sind daher geson­dert schrift­lich zu beauf­tra­gen. Hier­zu wird Ret­res­co jeweils eine Kal­ku­la­ti­on über den zu erwar­ten­den Mehr­auf­wand vor­le­gen, der ohne wei­te­re Zustim­mung des Kun­den maxi­mal um 15 von Hun­dert über­schrit­ten wer­den darf. Abwei­chun­gen und Zusatz­auf­trä­ge sind vom Kun­den aus­drück­lich — in der Regel schrift­lich — zu beauf­tra­gen oder gel­ten als nicht beauf­tragt. Über even­tu­el­le tele­fo­ni­sche Beauf­tra­gun­gen wird Ret­res­co umge­hend eine Auf­trags­be­stä­ti­gung per Tele­fax und/oder Email sen­den. Wird die­ser Auf­trags­be­stä­ti­gung nicht unver­züg­lich (in der Regel inner­halb eines Werk­tags) wider­spro­chen, gilt der Auf­trag wie dort beschrie­ben als erteilt.
Ret­res­co wird dem Kun­den nach Ablauf der Abnah­me­frist oder ggf. bereits bei Benut­zungs­auf­nah­me des Ver­trags­ge­gen­stan­des eine Rech­nung über die jeweils fäl­li­ge Ver­gü­tung über­sen­den. Zah­lun­gen sind mit Zugang der Rech­nung fäl­lig und inner­halb von 20 Tagen auf das nach­ste­hen­de Kon­to unter Anga­be der Ange­bots­num­mer zu über­wei­sen.
Deut­sche Bank
Kon­to: 11 20 310
BLZ: 100 70 124

E. Mitwirkung des Kunden

Der Kun­de wird Ret­res­co bei den zur Ver­trags­durch­füh­rung not­wen­di­gen Arbei­ten dahin­ge­hend unter­stüt­zen, dass er Ret­res­co alle zur Leis­tungs­er­brin­gung erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen und Zugän­ge bereit­stellt.

F. Haftung

Die Haf­tung von Ret­res­co ist auf den typi­scher­wei­se vor­her­seh­ba­ren Scha­den und gleich­zei­tig auf den Auf­trags­wert begrenzt. Dies gilt nicht bei der Ver­let­zung von Leben, Kör­per und Gesund­heit sowie bei Vor­satz oder gro­bem Ver­schul­den; für die­se Fäl­le gilt grund­sätz­lich die gesetz­li­che Haf­tung. Ange­bots­prei­se von Ret­res­co bezie­hen sich regel­mä­ßig auf die­se Haf­tungs­be­gren­zung. Soll­te der Kun­de eine wei­ter­ge­hen­de Haf­tungs­über­nah­me von Ret­res­co vor Ver­trags­schluss aus­drück­lich wün­schen, wird Ret­res­co ent­spre­chend den Haf­tungs­um­fang erwei­tern und die damit ver­bun­de­nen Kos­ten dem Ange­bot hin­zu­fü­gen.
Ret­res­co haf­tet grund­sätz­lich nicht für Schä­den, die der Kun­de selbst (oder sei­ne Hilfs­per­so­nen) bei sich oder Drit­ten ver­ur­sacht hat. Dies gilt ins­be­son­de­re dann, wenn Leis­tun­gen von Ret­res­co durch den Kun­den ver­trags­wid­rig und/oder durch Über­schrei­tung gesetz­li­cher Bestim­mun­gen ver­wen­det wer­den. Ret­res­co haf­tet wei­ter­hin ins­be­son­de­re nicht für Ansprü­che von Drit­ten gegen den Kun­den, wenn Drit­te den Kun­den wegen Such­ergeb­nis­sen in Anspruch neh­men, die durch Ein­satz von Ret­res­co-Such­tech­no­lo­gi­en erzielt wur­den; Ret­res­co schul­det nicht die redak­tio­nel­le Kon­trol­le der Such­ergeb­nis­se oder des Inhalts der vom Kun­den bereit­ge­stell­ten Daten­bank.

G. Rechte

1. Soft­ware

Ret­res­co räumt dem Kun­den die zur Durch­füh­rung des Ver­tra­ges not­wen­di­gen, nicht-aus­schließ­li­chen Nut­zungs­rech­te an den Soft­ware­lö­sun­gen für die Lauf­zeit des Ver­tra­ges ein. Die Über­tra­gung der Nut­zungs­rech­te steht unter dem Vor­be­halt der voll­stän­di­gen Zah­lung der Ver­gü­tung. Mit Ablauf des Ver­tra­ges fal­len sämt­li­che Rech­te an Ret­res­co zurück, es sei denn, es wur­de ein Soft­ware­kauf und/oder die Über­ga­be von Quell­code und/oder ein dar­über hin­aus­ge­hen­des Recht zum Betrieb der ver­trag­li­chen Leis­tun­gen schrift­lich beson­ders ver­ein­bart und beson­ders ver­gü­tet.

2. Inhalt

Ret­res­co tritt aus­schließ­lich als tech­ni­scher Dienst­leis­ter auf.
Ret­res­co wird Daten bzw. Inhal­te des Kun­den aus­schließ­lich im Kun­den­auf­trag und — wenn nicht aus­drück­lich anders ver­ein­bart — für die Nut­zung durch den Kun­den spei­chern (ver­viel­fäl­ti­gen) und bear­bei­ten (für die seman­ti­sche Such­funk­ti­on kata­lo­gi­sie­ren bzw. auf­be­rei­ten und zusam­men­fas­sen).
Ret­res­co wird Daten bzw. Inhal­te des Kun­den weder selbst ver­wer­ten noch Drit­ten zugäng­lich machen.
Ret­res­co bean­sprucht kei­ner­lei eige­ne Rech­te an Daten bzw. Inhal­ten des Kun­den und den für die Such­funk­ti­on auf­be­rei­te­ten Zusam­men­fas­sun­gen. Die Auf­be­rei­tung der Inhal­te erfolgt auto­ma­ti­siert.
Ret­res­co wird ohne aus­drück­li­che Anwei­sung des Kun­den kei­ne per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten (Daten von Kun­den des Kun­den) spei­chern. Wird Ret­res­co mit der Spei­che­rung per­so­nen­be­zo­ge­ner Daten beauf­tragt, wird Ret­res­co gel­ten­de Bestim­mun­gen des Daten­schut­zes ein­hal­ten.
Daten und Inhal­te des Kun­den ein­schließ­lich der für die Such­funk­ti­on auf­be­rei­te­ten Zusam­men­fas­sun­gen wer­den von Ret­res­co ent­we­der nach Ver­trags­be­en­di­gung bzw. Been­di­gung eines ent­spre­chen­den Ein­zel­auf­tra­ges oder (wenn zeit­lich vor­ge­hend:) auf direk­te Wei­sung des Kun­den unver­züg­lich gelöscht.
Ret­res­co wird nur sol­che Daten dau­er­haft spei­chern, die für die Abrech­nung und ggf. Vor­la­ge bei den Finanz­be­hör­den nach gel­ten­dem Recht zwin­gend benö­tigt wer­den.

H. Änderungen der AGB

Ret­res­co behält sich das Recht vor, die­se all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen auch nach Ver­trags­schluss inhalt­lich zu ändern oder zu erwei­tern und sodann als Neu­fas­sung bekannt zu machen.
Ret­res­co wird den Kun­den bei jeder Neu­fas­sung der all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen unver­züg­lich per Email benach­rich­ti­gen und zugleich dem Kun­den die Neu­fas­sung mit einer druck­tech­ni­schen Her­vor­he­bung der Ände­run­gen über­mit­teln. Ret­res­co wird ergän­zend auf jede wesent­li­che Neue­rung im Ankün­di­gungs­schrei­ben zusam­men­fas­send hin­wei­sen.
Der Kun­de hat Ret­res­co für die­sen Zweck jeder­zeit eine aktu­el­le Email-Adres­se zu benen­nen. Ist die Benach­rich­ti­gung erfolgt, so gilt die Neu­fas­sung als geneh­migt, wenn der Kun­de nicht bin­nen zwei Wochen schrift­lich (Brief, Tele­fax oder Email) wider­spricht oder die ver­trag­li­chen Leis­tun­gen nach dem ange­ge­be­nen Gel­tungs­zeit­punkt der Neu­fas­sung ohne Wider­spruch wei­ter in Anspruch nimmt.
Für den Fall, dass der Kun­de recht­lich oder tech­nisch bedingt not­wen­di­gen Ände­run­gen und/oder Erwei­te­run­gen wider­spricht, steht Ret­res­co ein Son­der­kün­di­gungs­recht zu.

I. Schlussbestimmungen

Soll­ten die­se all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen oder Tei­le davon unwirk­sam sein, wer­den sich die Par­tei­en hin­sicht­lich des unwirk­sa­men Teils auf eine wirk­sa­me Ver­ein­ba­rung eini­gen, die dem objek­tiv gewoll­ten Rege­lungs­in­halt am nächs­ten kommt.
Gerichts­stand ist Ber­lin.

Stand: 21.02.2013