Die re:publica ist Euro­pas größ­te Digi­tal­kon­fe­renz — nun schon zum drei­zehn­ten Mal dreh­te sich drei Tage lang alles um die digi­ta­le Welt. Mehr Inter­es­sier­te denn je besuch­ten die re:publica, die gemein­sam mit der Media Con­ven­ti­on in der Ber­li­ner STATION statt­fand.

 

tl;dr — too long; didn’t read” — so lau­te­te das dies­jäh­ri­ge Mot­to. Eine Hom­mage an die Debat­te und die Tie­fe der Dis­kus­si­on. Es steht außer Fra­ge, dass die­ses Mot­to erfüllt wur­de. In inspi­rie­ren­den Ses­si­ons — die sich auch im Nach­hin­ein noch loh­nen — wur­den wich­ti­ge Gedan­ken aus­ge­tauscht, span­nen­de Blick­win­kel ein­ge­nom­men und gro­ßen wie klei­nen The­men Raum gege­ben. Wir ver­zich­ten an die­ser Stel­le auf ein wei­te­res Best Of und beto­nen lie­ber, was uns am Her­zen liegt.

Unse­rer Mei­nung nach sehr erfreu­lich war näm­lich die Eröff­nungs­re­de des Bun­des­prä­si­den­ten Frank-Wal­ter Stein­mei­er. Nicht expli­zit wegen dem, was er sag­te, son­dern allein wegen der Tat­sa­che, dass er es sag­te. Denn die Digi­ta­li­sie­rung ist kein “viel­leicht”, kei­ne Ent­schei­dung, ob oder ob nicht. Sie betrifft die gesam­te Gesell­schaft in ihrer vol­len Brei­te.

 

Auch wenn das eher homo­ge­ne Publi­kum der digi­tal­af­fi­nen Medi­en­ma­cher, Poli­tik­ex­per­ten und Wis­sen­schaft­ler das natür­lich schon wuss­te, ist dies ein wich­ti­ges, irgend­wo über­fäl­lig gewe­se­nes, Zei­chen für unse­re Gesell­schaft. Ste­cken wir unse­re Ener­gie nun also in die wich­ti­gen Dis­kus­sio­nen, die sich dar­aus erge­ben bzw. noch bes­ser: ins Han­deln.

We have to see tech­no­lo­gi­cal chan­ge as a given. It’s in our elec­tions, it’s in our cul­tu­re, it’s in rese­arch, it’s in agri­cul­tu­re … it’s in ever­y­thing we do that our world is chan­ging.” bringt es EU-Wett­be­werbs­kom­mis­sa­rin Mar­ga­re­the Ves­ta­ger in der Dis­kus­si­on um Fair­ness und Wett­be­werb in der digi­ta­li­sier­ten Welt auf den Punkt.

 

In oft ein­stim­mi­gen Dis­kus­sio­nen wur­de die Rele­vanz und die Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung erkannt. Wie bei jeder Kon­fe­renz, kommt es nun natür­lich dar­auf an, was jeder ein­zel­ne dar­aus macht. Hof­fen wir also, dass die inspi­rie­ren­den Gedan­ken und Wor­te nun auch ihren Weg in die Pra­xis fin­den.

Denn “zu jeder guten Stra­te­gie gehört auch eine Imple­men­tie­rung — und das gemein­sam. … Wir müs­sen die­se Debat­ten füh­ren, ja — aber um im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb noch mit­zu­hal­ten, müs­sen wir jetzt anfan­gen umzu­set­zen.” for­dert Chris N. Kranzin­ger vom KI Bun­des­ver­band im Panel zu “KI: Mensch, Macht, Maschi­ne.”

 

Also ja, bit­te lasst euch Zeit — für das Klein­ge­druck­te, die Fuß­no­ten, die Recher­che, für den Lon­gread. Der schnel­le Weg ist nicht immer der bes­te; Stra­te­gi­en wol­len ent­wi­ckelt und unter Berück­sich­ti­gung gesell­schaft­li­cher und ethi­scher Kri­te­ri­en umge­setzt wer­den. Das ist eine schö­ne Bot­schaft, eine rich­ti­ge Bot­schaft. Doch, lie­be Akteu­re des digi­ta­len Wan­dels, ver­gesst bit­te über allen Debat­ten auch nicht: die Zukunft war­tet nicht ewig. Nicht, dass das Mot­to der nächs­ten re:publica lau­tet: tlr;dr — too late, didn‘t react.

 

 

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