Die re:publica 2019 – Hallo Digitalisierung!

Die re:publica ist Europas größte Digitalkonferenz – nun schon zum dreizehnten Mal drehte sich drei Tage lang alles um die digitale Welt. Mehr Interessierte denn je besuchten die re:publica, die gemeinsam mit der Media Convention in der Berliner STATION stattfand.

„tl;dr – too long; didn’t read“ – so lautete das diesjährige Motto. Eine Hommage an die Debatte und die Tiefe der Diskussion. Es steht außer Frage, dass dieses Motto erfüllt wurde. In inspirierenden Sessions – die sich auch im Nachhinein noch lohnen – wurden wichtige Gedanken ausgetauscht, spannende Blickwinkel eingenommen und großen wie kleinen Themen Raum gegeben. Wir verzichten an dieser Stelle auf ein weiteres Best Of und betonen lieber, was uns am Herzen liegt.

Unserer Meinung nach sehr erfreulich war nämlich die Eröffnungsrede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Nicht explizit wegen dem, was er sagte, sondern allein wegen der Tatsache, dass er es sagte. Denn die Digitalisierung ist kein „vielleicht“, keine Entscheidung, ob oder ob nicht. Sie betrifft die gesamte Gesellschaft in ihrer vollen Breite.

Auch wenn das eher homogene Publikum der digitalaffinen Medienmacher, Politikexperten und Wissenschaftler das natürlich schon wusste, ist dies ein wichtiges, irgendwo überfällig gewesenes, Zeichen für unsere Gesellschaft. Stecken wir unsere Energie nun also in die wichtigen Diskussionen, die sich daraus ergeben bzw. noch besser: ins Handeln.

„We have to see technological change as a given. It’s in our elections, it’s in our culture, it’s in research, it’s in agriculture … it’s in everything we do that our world is changing.“ bringt es EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager in der Diskussion um Fairness und Wettbewerb in der digitalisierten Welt auf den Punkt.

In oft einstimmigen Diskussionen wurde die Relevanz und die Herausforderungen der Digitalisierung erkannt. Wie bei jeder Konferenz, kommt es nun natürlich darauf an, was jeder einzelne daraus macht. Hoffen wir also, dass die inspirierenden Gedanken und Worte nun auch ihren Weg in die Praxis finden.

Denn „zu jeder guten Strategie gehört auch eine Implementierung – und das gemeinsam. … Wir müssen diese Debatten führen, ja – aber um im internationalen Wettbewerb noch mitzuhalten, müssen wir jetzt anfangen umzusetzen.“ fordert Chris N. Kranzinger vom KI Bundesverband im Panel zu „KI: Mensch, Macht, Maschine.“

Also ja, bitte lasst euch Zeit – für das Kleingedruckte, die Fußnoten, die Recherche, für den Longread. Der schnelle Weg ist nicht immer der beste; Strategien wollen entwickelt und unter Berücksichtigung gesellschaftlicher und ethischer Kriterien umgesetzt werden. Das ist eine schöne Botschaft, eine richtige Botschaft. Doch, liebe Akteure des digitalen Wandels, vergesst bitte über allen Debatten auch nicht: die Zukunft wartet nicht ewig. Nicht, dass das Motto der nächsten re:publica lautet: tlr;dr – too late, didn`t react.

 

 

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