Aufmacher OMR18

#OMR18: Unsere Learnings vom Marketing Spektakel

Die OMR (Online Marketing Rockstars) in Hamburg ist bekannt dafür jedes Jahr einflussreiche Redner des digitalen Marketings auf die Bühne zu holen. Das lockt entsprechendes Fachpublikum aus allen Ecken des Internets und der IT-Branche an. Natürlich dürfen wir hier mit unserer rtr textengine und dem Themen Management System auf keinen Fall fehlen!

Bernd auf der OMR18An unserem Stand führte unser Geschäftsführer Alexander Siebert und unsere Kollegen Christian, Bernd (im Bild) und Florian Gespräche über semantische Textanalyse, Roboterjournalismus oder freuten sich über Anfragen bezüglich unserer IT Lösungen, vor allem aus dem Bereich e-Commerce. Dabei ging es häufig um das automatische Erstellen von Produktbeschreibungen für Online-Shops. Es ging also ähnlich geschäftig zu wie schon auf der CMCX, über die wir im letzten Blogartikel berichteten.

Das Highlight der OMR war die Konferenz, die mit beeindruckenden Rednern aufwartete und uns fest auf die Zuschauerplätze fesselte:

  • Nate Silver (Editor-in-Chief, FiveThirtyEight, eine Instanz für effiziente Datennnutzung und Vorhersagen)
  • Scott Galloway (Professor an der NYU School of Business, ein Marketingspezialist für nüchterne und gleichzeitig unterhaltsame Analysen)
  • und Tim Urban (Gründer von „Wait but Why“, Verfasser von tiefgreifenden, gesellschaftlichen Blogartikeln)

 

Wie viele Datenquellen braucht eine Vorhersage?

Nate Silver Vortrag Nate Silver, der auch gerne als Datenguru bezeichnet wird, referierte über das Thema Big data mit „A journey through data and marketing“. Beeindruckend war, aus wie vielen verschiedenen Datenquellen Nate Silver tatsächlich seine Schlussfolgerungen zieht um Vorhersagen treffen zu können und vor allem, dass ein Großteil der weltweiten Daten in den letzten zwei Jahren produziert wurden. Dennoch wurde das Thema in den letzten Monaten immer weniger in den Medien diskutiert.

Big Data wird oft im Zusammenhang mit der Problematik der effizienten Auswertung der Daten behandelt. Eine kürzlich ausgestrahlte Arte-Dokumentation griff diese Problematik auf: Momentan wird eine Masse an Daten produziert die, um ein Bild zu benutzen, wie Wasser aus einem Feuerwehrschlauch auf uns einprasseln. Derzeit fehlen die Möglichkeiten diese effizient auszuwerten. Um im Bild zu bleiben, wäre es, als würden wir versuchen, aus diesem Feuerwehrschlauch bei vollem Wasserdruck zu trinken.

Spannend sind die Möglichkeiten die hier die automatische Textgenerierung  bzw. Natural Language Generation als digitale Lösungen für die automatische, leichtverständliche und individualisierte Kommunikation von Informationen ermöglichen könnte, um diesem Problem innerhalb eines Bereichs, beispielsweise der Datenpflege und Natural Language Understanding, Herr zu werden. Seinen Vortrag schloss Nate Silver ab mit: „Fail and Fail and Fail again, but less and less and less. Fail better.“ Dem können wir nur zustimmen.

Analysen, Fake News und korrupte US-Konzerne

Scott Galloway Vortrag Die Vorträge von Scott Galloway, Marketing Spezialist und Professor an der NYU School of Business, sind mitreißend und spannend. Natürlich war das auch bei diesem Vortrag wieder der Fall, auch wenn er wegen eines Schneesturms nicht persönlich in Hamburg sein konnte. Seine Keynote „A Critical Look at Digital, Advertising and the World Beyond“ beinhaltete spannende Analysen:

Unter anderem die jährlich ansteigende Verteilung von Amazons „Fußabdruck“ in Europa und äußerte, dass selbst Zalando wie jeder andere Einzelhändler auch, den Druck diesbezüglich spürt. Zum Thema Social Media wusste Scott Galloway weitere Thesen beizusteuern, beispielsweise seien diese Plattformen ein wunderbarer Nährboden für Fake-News und können wie eine Waffe benutzt werden.

Ein Problem, über welches wir in unserem Artikel „Neue Chancen für den Journalismus — Eine Auswertung des Reuters Digital News Report“ nachgedacht haben. Hier wäre beispielsweise eine Möglichkeit, personalisierte Artikel-Empfehlungen durch ausgereifte Nachrichten-Chatbots in Messenger Apps zu verbreiten: Die Nähe zum Kunden würde durch ein personalisierten Chatbot gefördert und Fake-News könnten vielleicht nicht verhindert, aber weniger schnell verbreitet werden. Seinen Vortrag schloss Scott Galloway mit der Aufforderung ab, sich gegen korrupte riesige US Konzerne zu wehren. Die vereinigten Staaten wären hier gescheitert, weshalb es hier Unterstützung aus Europa benötige.

 

Tim Urban: Von der Menschlichkeit im Netz

Tim Uran Vortag Der Sprecher mit den cleversten und witzigsten Slides, war wohl Tim Urban mit seinem Vortrag: „Content that sticks out“. Der Blogger ist bekannt für seine tiefgreifenden Analysen gesellschaftlicher Zusammenhänge und extrem langer Blogbeiträge die von über einer Million Lesern täglich gelesen werden. Er unterstrich in seiner Präsentation, die eher spaßige Komponente von Inhalten im Netz, die nicht immer unbedingt in einem ernsten Ton geschrieben werden müssen.

Dennoch sollten sie wichtige Themen thematisieren – und das in ihrer vollsten Tiefe. Weiterhin betonte Urban, dass die Wichtigkeit von Menschlichkeit im Netz unterschätzt wird. Menschen wollen mit anderen Menschen in Kontakt stehen und nicht mit einer Maschine . Dieser Gedanke drängt sich vermutlich bei den Themen „Roboterjournalismus“ oder „Chatbot“ sofort auf. Natürlich berührt die angesprochene Thematik auch uns, denn getreu unserer Positionierung: „Machine scale with a human touch“ möchten wir mit unserer Textengine Content liefern, die den Menschen mit der Abnahme von formelhaften Texten, wie Wetter– oder Sportberichte in seiner Arbeit unterstützt und damit Freiräume schafft sich umfangreicheren Arbeiten widmen zu können.

Hervorzuheben ist als positive Erkenntnis, dass die Themen künstliche Intelligenz, Automation, Bots und Roboter immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit, vor allem für den e-Commerce Bereich zum Thema Texte automatisch aus Daten erstellen zu lassen, geraten und auch hier von bedeutenden Persönlichkeiten, wie beispielsweise Scott Galloway, die zukünftige Richtung gesehen wird, in die sich die Gesellschaft hinbewegt. Im Bild unten ist beispielsweise der humanoide Roboter „Pepper“, die Rezeptionistin der Innovationsagentur Future Candy zu sehn, die an Niedlichkeit wirklich kaum zu überbieten ist.

 

Robot OMR18

 

Alexander Siebert, Gründer und CEO von Retresco: „Als Unternehmen mit einem zukunftsorientierten Produkt sehen wir diese Entwicklung mit Freude und hoffen den Weg dorthin mit Aufklärungsarbeit, Diskussionen und Gesprächen weiter zu ebenen.“

Hamburg, 21.03.-23.03.2018

Über Retresco

Bereits seit 2008 entwickelt Retresco führende AI-Lösungen im Bereich Content Automation. In den letzten Jahren hat sich das Unternehmen zunehmend zu einem der weltweit führenden Anbieter für die automatische Textgenerierung (Natural Language Generation) entwickelt und dutzende Projekte für Kunden aus den Bereichen Medien, E-Commerce und Finanzdienstleistungen umgesetzt.