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AI Monthly – 01/2020

Künstliche Intelligenz ist ein heißes Thema – die Technologien polarisieren, die Medienaufmerksamkeit wird größer. In unserem digitalen Pressespiegel stellen wir monatlich wichtige Artikel rund ums Thema zusammen, um jedem Interessierten den Einstieg in das Thema Künstliche Intelligenz zu ermöglichen und einen Anstoß zum Austausch schaffen. Im Januar haben u.a. das MIT Technology Review, die Süddeutsche Zeitung und Forbes zum Thema Künstliche Intelligenz berichtet.

 

Debattierende KI: IBM verzeichnet große Fortschritte

IBM’s debating AI just got a lot closer to being a useful tool – MIT Technology Review, 24.01.2020

Im Juni 2018 stellte IBM  unter dem Titel „Project Debator“ der Öffentlichkeit eines seiner bislang unter Verschluss gehaltenen KI-Projekte vor: Die KI-Software wurde entwickelt, um an einer vollständigen Live-Debatte mit menschlichen Experten teilzunehmen und um überzeugende Argumente in Diskussionen hervorzubringen. Nun berichtet die MIT Technology Review, dass die sogenannte „Debattierende KI“ massive Fortschritt gemacht hätte. Der Grund: Die neuronalen Netze der Software wurden in den vergangenen Monaten mit rund 400 Millionen Zeitungs- und Forschungsberichten trainiert. Nun sei Project Debator dazu in der Lage, eine Vielzahl von Themen zu bearbeiten und komplexe Argumentationsfolgen zu Diskussionsthemen wie „Sollte Blutspenden gesetzlich vorgeschrieben werden?“ zu generieren.

 

Konkretere Pläne: EU erwägt KI-Regulierung

EU-Parlament will KI regulieren Süddeutsche Zeitung, 20.1.2020

In einem lesenswerten Übersichtsartikel skizziert die Süddeutsche Zeitung den Status quo bezüglich KI-Regulierungsvorhaben der EU, die aktuell konkretere Form annehmen. Nachdem Mitte Januar eine Vorabfassung eines geplanten „Weißbuchs“ der EU geleakt ist, das u.a. ein Verbot von KI-basierter Gesichtserkennung erwägt, ist ungefähr bekannt, welche Form die geplanten Regulierungen annehmen könnten. Zum einen sollen die Gesetze umso strenger sein, je größer der potenzielle Schaden durch KI-Anwendungen sein kann; zum anderen soll die Gesetzgebungsstruktur aus einer Kombination aus sogenannten „horizontalen“ Vorschriften, die für alle Anwendungen der Künstlichen Intelligenz gelten sollen (Haftungsfragen, Algorithmentransparenz etc.), und aus „vertikalen, zielgerichteten Änderungen“ existierender EU-Gesetze bestehen.

 

Führungskräfte wünschen sich mehr Engagement bei KI-Implementierung

Artificial Intelligence Can’t Get Here Soon Enough, Executives Say Forbes, 17.1.2020

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung KMPG kommt zu dem Ergebnis, dass Führungskräfte oftmals frustriert von dem langsamen Tempo bei der Implementierung von KI-Technologie im eigenen Unternehmen sind. Demnach äußerten sieben von zehn Führungskräften den Wunsch, dass ihre Unternehmen engagierter bei der Einführung von KI seien. Befragt wurden insgesamt 751 Führungskräfte von US-amerikanischen Unternehmen.

 

„Bifold“: Neues KI-Zentrum in Berlin

Millionenförderung von Bund und Land für KI-Zentrum in Berlin BMBF-Pressemitteilung, 15.1.2020

Unter dem Namen „Berlin Institute for the Foundation of Learning and Data“ (kurz: Bifold) fusionieren am Berliner Salzufer die beiden bestehenden KI-Kompetenzzentren der TU Berlin, das Berlin Big Data Center (BBDC), und das Berliner Zentrum für Maschinelles Lernen (BZML). Zwischen 2019 und 2022 soll das Bifold mit mehr als 32 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt gefördert werden. Zudem schafft das Land acht neue KI-Professoren an der TU Berlin sowie an der FU Berlin. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, kommentiert: „Die Fusion der beiden Berliner KI-Kompetenzzentren zu Bifold ist ein Meilenstein in der Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung. In Bifold werden zentrale KI-Kompetenzen gebündelt. Bifold wird auch einen Schwerpunkt auf Forschung zu Transparenz und Erklärbarkeit von KI-Systemen sowie ethische Aspekte legen.“

 

 

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