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Künstliche Intelligenz & Urheberrechte: Retresco in zukunftsweisender Studie der EU-Kommission erwähnt

Die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Urheber- und Leistungsschutzrechte – im Englischen unter dem Begriff Intellectual Property Rights (IPR) zusammengefasst – ist eines der spannendsten Themen des vergangenen Jahres 2020 unter Rechtswissenschaftlern und Digitalexperten. Auch EU-Institutionen sind in diesem Bereich aktiv. So veröffentlichte Ende des vergangenen Jahres die Europäische Kommission unter dem Titel Trends and Developments in Artificial Intelligence: Challenges to the IPR Framework” eine Studie zu den Herausforderungen, die KI für den europäischen Rechtsrahmen für geistiges Eigentum (IPR Framework) mit sich bringt.  

In einer mehrseitigen Case Study skizziert die Studie auch die NLG-Lösungen von Retresco und insbesondere deren Einsatzgebiete im Journalismus. Exemplarisch ist dort das zukunftsweisende Kooperationsprojekt zwischen dem DFB, Sportplatz Media und Retresco genannt (S. 61ff.)Automatisierte Fußball-Spielberichte machen für Aktive und Fans der rund 25.000 DFB-Amateurvereine ihren Lieblingssport erlebbar. Mit über 70.000 generierten Artikeln pro Woche steht das Projekt beispielhaft für die Potentiale, aus Daten Geschichten zu kreieren. 

 

KI-Lösungen transformieren zahlreiche Disziplinen in Wirtschaft, Kultur und Kunst

Der Einsatz von KI-Systemen in den Bereichen Kultur, Innovation und Wissenschaft hat in den letzten Jahren spektakulär zugenommen und dürfte auch in der Zukunft weiter stark zunehmen. KI-Systeme werden zur Erstellung vielfältiger literarischer und künstlerischer Inhalte eingesetzt, darunter Songs, Übersetzungen, Gedichte, Drehbücher, Romane, Fotos, Gemälde usw., und dringen zudem bereits heute tief in journalistische Bereiche vor. Die Durch Natural Language Generation automatisierte Berichterstattung – ein Anwendungsgebiet, in dem Retresco eine Vorreiterrolle einnimmt – revolutioniert die Arbeit in Redaktionen und setzt neue Standards im Journalismus der Zukunft. 

 

Mögliche Auswirkungen von KI auf das Urheberrecht

Die nun von der EU-Kommission veröffentlichte Studie “Trends and Developments in Artificial Intelligence: Challenges to the IPR Framework”, die von einem Forschungsteam des Institute for Information Law der Universität von Amsterdam und des Joint Institute for Innovation Policy (JIIP) durchgeführt wurde, untersucht in diesem Sinne, ob und in welchem Umfang KI-gestützte Outputs” durch das europäische Urheberrecht oder verwandte Schutzrechte geschützt sind. Der Begriff „KI-gestützte Outputs“ bezieht sich in der Studie auf sämtliche Formate, Produkte oder Artefakte, die durch oder mit Hilfe von KI-Systemen erzeugt wurden. Auch durch Natural Language Generation erstellte Nachrichten würden damit unter diesen Begriff fallen.  

Die Studie geht dabei u.a. von der Prämisse aus, dass KI-Systemimmer ausgefeilter und autonomer geworden seien, und auch in Zukunft ihre Fähigkeiten weiter verbessern werden. Die Studie geht weiterhin davon aus, dass vollständig autonomes Schaffen oder Erfinden von Werken – seien es Texte, Bilder oder andere Artefakte – durch KI noch nicht existiert und auf absehbare Zeit auch nicht existieren wird. Vielmehr seien KI-Systeme in erster Linie Werkzeuge in den Händen menschlicher Bediener.  

 

Deckt der aktuelle europäische Rechtsrahmen die rasanten Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz hinreichend ab? 

Zusammenfassend kommt die Studie zu dem – zugegebenermaßen recht offenen – Resultat, dass der derzeitige Stand der Technik im Bereich KI keine unmittelbaren inhaltlichen Änderungen des Urheber- und Patentrechts in Europa erfordern oder rechtfertigen würde. Die bestehenden Konzepte des Urheber- und Patentrechts seien – so die Studie “Trends and Developments in Artificial Intelligence: Challenges to the IPR Framework” – ausreichend abstrakt und flexibel, um die aktuellen Herausforderungen durch KI zu bewältigen.  

Tatsächlich ist es der Fall, dass die geistigen Eigentumsrechte an automatisch generierten Werken im Bereich der automatischen Texterstellung momentan ungeklärt sind. Urheberrechtlich sind die Texte nach Auffassung einiger Rechtsexperten nicht geschützt, da nach derzeitiger Rechtsauffassung nur ein Mensch Urheber eines Werkes sein kann (persönliches Schaffen). Mit Blick auf die zunehmende inhaltliche, sprachliche und stilistische Komplexität automatisch generierter Texte ist diese Haltung zumindest in Einzelfällen allerdings streitbar.   

 

 

Über Retresco

Retresco befähigt Unternehmen zur automatisierten Erstellung von hochwertigen Texten auf der Basis von Daten. Als Pionier im Bereich der KI-basierten Sprachtechnologien entwickelt das Berliner Tech-Unternehmen seit 2008 branchenübergreifende Lösungen zur effizienten und zukunftsfähigen Gestaltung von Geschäftsprozessen.