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Künstliche Intelligenz als Autorin

Die Gesellschaft wandelt sich. Wie zuletzt im Zuge der industriellen Revolution, führt nun der digitale Wandel disruptive Veränderungen unserer Gesellschaft herbei. In konkreten Applikationen machen sich die technologischen Fortschritte schnell bemerkbar, die kulturellen Dimensionen des Wandels sind für den einzelnen jedoch oft noch schwer greifbar. Was steckt also hinter der Automatisierung eines so grundlegenden kulturellen Guts wie unserer natürlichen Sprache? 

Die Antwort lautet Natural Language Processing, kurz: NLP. Als Kombination von Künstlicher Intelligenz mit der Linguistik ermöglicht NLP die maschinelle Verarbeitung natürlicher Sprache. Dies funktioniert in zwei Richtungen: Durch Natural Language Understanding (NLU) versteht die Maschine Inhalte und wandelt sie in maschinenlesbare Daten um, während durch Natural Language Generation (NLG) aus strukturierten Daten natürlich sprachlicher Text entsteht. 

 

Wo bleibt der Mensch, wenn Maschinen schreiben lernen? 

Eine konkrete, und wahrscheinlich die meist diskutierte, Anwendung dieser Technologie stellt die automatische Generierung von journalistischen Texten dar. Medienunternehmen setzen den „Roboterjournalismus“ bereits erfolgreich zur Erstellung von Sport-, Wetter- oder Finanzberichten ein.  

Diese Entwicklung bedeutet jedoch keinesfalls, dass menschliche Journalisten überflüssig werden. Im Gegenteil: „Kollege Roboter“, der im Übrigen ein intelligenter Algorithmus ist, ist auf die menschlichen Experten angewiesen. Für jeden neuen Anwendungsfall trainieren sie die NLG-Lösung mit den gewünschten Formulierungen und Bedingungen für Verwendung dieser. Im Anschluss unterstützt die Textgenerierung sie bei einer skalierbaren Produktion von Inhalten.  

Geeignet ist KI-basierte Textgenerierung also, wenn ein umfangreicher und wiederkehrender Bedarf nach ähnlich strukturierten Inhalten besteht. Die KI handelt bei Erstellung dieser rein reaktiv und besitzt kein Weltwissen, in das sie Geschehen einzuordnen wüsste. Zwar existieren kreative Experimente in Form von Gedichten und Romanen aus Feder der Maschine, im Endeffekt stellen diese sehr willkürlichen Zusammensetzungen jedoch nicht mehr als unterhaltsame Abwechslungen dar.  

Vielmehr erhält der Mensch durch automatische Textgenerierung ein Tool, dass er nach seinen Ansprüchen und Vorstellungen gestalten und einsetzen kann. Im konkreten Anwendungsfall des Roboterjournalismus bleiben investigative Reportagen oder humorvolle Kommentare weiterhin das Metier der Journalisten. Die Technologie übernimmt stattdessen Routinetätigkeiten und schafft mehr Raum für Kreativität und ein breites kulturelles Spektrum. 

 

Mensch & KI: Die Gesellschaft von morgen

Die rasanten, technologischen Entwicklungen machen Flexibilität zu einer wichtigen Charakteristik der Gesellschaft von morgen. Gerade Bildung erhält damit einen besonderen Stellenwert: Durch Förderung von Möglichkeiten zur Aus-, Fort- und Weiterbildung entsteht eine Kultur des lebenslangen Lernens. Denn letztendlich funktioniert das Zusammenspiel Mensch-Maschine am besten, wenn jeder Part entlang seiner Stärken agiert – und für den Menschen liegen diese in sinnstiftenden Tätigkeiten, die bewusstes, logisches Denken mit kreativer und emotionaler Intelligenz verbinden. 

 

 

Über Retresco | @retresco

Retresco unterstützt Unternehmen bei der Automatisierung textbasierter Geschäftsprozesse durch Künstliche Intelligenz und steigert maßgeblich deren operative Effizienz. Als Pionier im Bereich KI-basierter Sprachtechnologien setzt das Berliner Tech-Unternehmen seit 2008 Maßstäbe in der automatisierten Erstellung von hochwertigen Texten sowie der Analyse von Sprache.